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Ein ganz normaler Arbeitskonflikt oder ein Fall von Mobbing am Zürcher Kinderspital? Der Stiftungsrat will genau hinschauen.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 18.04.2019.
abspielen. Laufzeit 05:25 Minuten.
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«Sehr unerfreulich» Am Zürcher Kinderspital eskaliert ein Arbeitskonflikt

In einem Artikel des Zürcher «Tages Anzeigers» wirft ein entlassener Assistenzarzt mehreren Personen des Kinderspitals Verleumdung, üble Nachrede und Körperverletzung vor. Er habe deshalb drei Strafanzeigen bei der Zürcher Staatsanwaltschaft eingereicht.

«Haltlose Anschuldigungen» eines entlassenen Mitarbeiters?

Die Strafanzeigen seien noch nicht beim Kinderspital eingetroffen, sagen Generalsekretär Urs Rüegg und Stiftungsratspräsident Martin Vollenwyder auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Was der ehemalige Chirurg dem Spital genau vorwerfe, könne man deshalb nur der Zeitung entnehmen.

Unter anderem beschuldigt der Assistenzarzt im Artikel seinen damaligen Vorgesetzten, ihn im Operationssaal mehrmals und absichtlich mit Operationsbesteck gestochen zu haben. Für Urs Rüegg sind das haltlose Anschuldigungen: «Bei jeder Herz-OP sind mindestens sechs Personen anwesend. Sollte so etwas täglich passieren, wüssten wir zwingend davon. Dafür sorgen diverse Qualitätssicherungssysteme.»

Kündigungsgrund führte zum Streit

Der Generalsekretär des Zürcher Kinderspitals spricht von einem ganz gewöhnlichen Arbeitskonflikt, der in die Öffentlichkeit getragen worden sei. Das Spital habe das Arbeitsverhältnis mit dem Mann «wegen ungenügender Leistungen» aufgelöst, so Urs Rüegg. Der Betroffene sei aber mit dieser Begründung nicht einverstanden. Gemäss Zeitungsbericht wurde der Mann vom ehemaligen Leiter der Kinderherzchirurgie, Michael Hübler, eingestellt und gefördert.

Hübler verliess jedoch überraschend das Kinderspital im vergangenen November, die Gründe für seinen Weggang sind nicht bekannt.

Fall soll genau untersucht werden

Der Stiftungsratspräsident des Zürcher Kinderspitals und frühere Stadtrat Martin Vollenwyder spricht von einem «sehr unerfreulichen» Zwischenfall. Die gemachten Vorwürfe könnten zur Zeit nicht erhärtet werden. Klar sei aber, dass der Stiftungsrat nun ganz genau wissen wolle, was in den vergangenen Monaten in der Kinderherzchirurgie vorgefallen sei.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Mann / Frau kann auch "Ablehnen" aus Angst, weil Mann / Frau etwas nicht hören und wahrhaben will.
  • Kommentar von Martin Marbacher  (Marmar)
    Die unterschiedlichen Beurteilungen im Arbeitszeugnis zeigen die Wichtigkeit der Kompetenzen (von denen ich ausgehe, dass sie ziemlich stabil sind) im Verhältnis zur Vorgesetztenbeziehung auf.
    1. Antwort von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
      Apropos Arbeitszeugnis. Mein Arbeitszeugnis vom Kispi (Datum 31. Oktober 1986) stimmt vordergründig, allerdings nur vordergründig! Was sich im Sommer 1986 im Büro des damaligen Spitaldirektors im Beisein der damaligen Leiterin des Pflegedienstes zutrug wird die Öffentlichkeit noch erfahren. Hr. L. L. zu mir:" Wir werden Ihnen die 3 Monate Kündigungszeit bezahlen, dann sieht es aus wie eine normale Kündigung. Wir werden niemandem etwas davon erzählen, für uns ist die Sache dann in Ordnung."
  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Endlich kommt in der weltberühmten Universitätskinderklinik Zürich die Wahrheit ans Licht. Darauf warte ich schon über 30 Jahre!!!
    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Welche Wahrheit? Die kennen wir erst, hoffe ich wenigstens, wenn dereinst der ganze Fall untersucht wurde und ein Abschlussbericht vorliegt. Hier sollte man wirklich nicht spekulieren!
    2. Antwort von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
      @Jürg Brauchli: Ich spekuliere gar nicht, sondern spreche aus eigener Erfahrung!!!