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Ein ganz normaler Arbeitskonflikt oder ein Fall von Mobbing am Zürcher Kinderspital? Der Stiftungsrat will genau hinschauen.
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«Sehr unerfreulich» Am Zürcher Kinderspital eskaliert ein Arbeitskonflikt

In einem Artikel des Zürcher «Tages Anzeigers» wirft ein entlassener Assistenzarzt mehreren Personen des Kinderspitals Verleumdung, üble Nachrede und Körperverletzung vor. Er habe deshalb drei Strafanzeigen bei der Zürcher Staatsanwaltschaft eingereicht.

«Haltlose Anschuldigungen» eines entlassenen Mitarbeiters?

Die Strafanzeigen seien noch nicht beim Kinderspital eingetroffen, sagen Generalsekretär Urs Rüegg und Stiftungsratspräsident Martin Vollenwyder auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Was der ehemalige Chirurg dem Spital genau vorwerfe, könne man deshalb nur der Zeitung entnehmen.

Unter anderem beschuldigt der Assistenzarzt im Artikel seinen damaligen Vorgesetzten, ihn im Operationssaal mehrmals und absichtlich mit Operationsbesteck gestochen zu haben. Für Urs Rüegg sind das haltlose Anschuldigungen: «Bei jeder Herz-OP sind mindestens sechs Personen anwesend. Sollte so etwas täglich passieren, wüssten wir zwingend davon. Dafür sorgen diverse Qualitätssicherungssysteme.»

Kündigungsgrund führte zum Streit

Der Generalsekretär des Zürcher Kinderspitals spricht von einem ganz gewöhnlichen Arbeitskonflikt, der in die Öffentlichkeit getragen worden sei. Das Spital habe das Arbeitsverhältnis mit dem Mann «wegen ungenügender Leistungen» aufgelöst, so Urs Rüegg. Der Betroffene sei aber mit dieser Begründung nicht einverstanden. Gemäss Zeitungsbericht wurde der Mann vom ehemaligen Leiter der Kinderherzchirurgie, Michael Hübler, eingestellt und gefördert.

Hübler verliess jedoch überraschend das Kinderspital im vergangenen November, die Gründe für seinen Weggang sind nicht bekannt.

Fall soll genau untersucht werden

Der Stiftungsratspräsident des Zürcher Kinderspitals und frühere Stadtrat Martin Vollenwyder spricht von einem «sehr unerfreulichen» Zwischenfall. Die gemachten Vorwürfe könnten zur Zeit nicht erhärtet werden. Klar sei aber, dass der Stiftungsrat nun ganz genau wissen wolle, was in den vergangenen Monaten in der Kinderherzchirurgie vorgefallen sei.

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