Sie setzen ganz bewusst auf günstige Preise am Knabenschiessen

Klagen über überrissene Preise kommen Jahr für Jahr. Die Knabenschiessen-Chilbi ist auch tatsächlich ein teures Pflaster. Doch es gibt auch Marktfahrer, die ihre Ware bewusst günstig verkaufen, seit Jahren: Attraktionen und Bahnen zu ganz normalen Preisen.

Ein Karussel in Aktion im Albisgütli Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Karussell, Riesenrad, Achterbahn und Crazy Mouse: Über 300 Bahnen und Stände am Zürcher Knabenschiessen. SRF

Das Knabenschiessen ist ein teures Pflaster: darüber sind sich Besucher und Schausteller einig. Seit Jahren gibt es auch Klagen über die hohen Preise. Eine Fahrt für 12 Franken - unmöglich, findet René Senn, der selber einen sogenannten Affenkasten aufstellt; das sind Gitter-Kästen, in die sich die Besucher stellen, und die sich um die eigene Achse drehen.

Senn kritisiert, dass es immer darum geht: «Noch grösser, noch wuchtiger, noch gefährlicher. Und je wuchtiger, desto höher der Fahrpreis». Und das sei eine gefährliche Tendenz.

Doch es gibt auch die anderen Schausteller, die seit Jahren denselben Preis verlangen für ihre Bahnen. Ruth Friess zum Beispiel, sie betreibt eine kleine Reitschule für 2 Franken 50 pro Fahrt. Wer an das Knabenschiesse komme, müsse sich vorher überlegen, ob es ihm im Albisgüetli zu teuer sei, oder nicht. Denn wenn man den Vertrag unterschrieben habe, dann müsse man sich nachher nicht beklagen.