So bunt war «der schwarze Hecht» noch nie

Das bekannte Lustspiel von Paul Burkhard, kehrt 75 Jahre nach seiner Uraufführung ans Zürcher Schauspielhaus zurück. Der deutsche Regisseur Herbert Fritsch hat daraus einen schrillen und überzeichneten Theaterabend gemacht.

Wer ein spiessiges Wohnzimmer vor den Augen und Margrith Rainer und Ruedi Walter in den Ohren hat, der verlässt das Zürcher Schauspielhaus wahrscheinlich schon in der Pause – fluchtartig. Denn Herbert Fritsch macht in seiner Inszenierung so ziemlich alles anders, als man es erwartet.

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Das Original

Ruedi Walter

Ruedi Walter als Onkel Gusti. SRF

Wer «Der Schwarze Hecht» lieber schwarz-weiss als knallig bunt mag: Hier gibt's die komplette Aufführung von 1966 aus dem Zürcher Corso-Theater mit Ruedi Walter, Margrit Rainer und Inigo Gallo.

Auf der leeren Bühne erinnert nur noch ein Fetzen Tapete und ein Streifen Perserteppich an die wohlbekannte Fabrikanten-Villa. Statt Spitzenhauben und weissen Schürzen gibt es Roben mit gigantischen Puffärmeln und Perücken gross und luftig wie Zuckerwatten. Die «grüsligen Verwandten», die Paul Burkhard musikalisch so schön beschreibt, könnten «grüsliger» nicht sein.

Schon lange nicht mehr im Schauspielhaus

1939 wurde das musikalische Lustspiel von Jürg Amstein und Paul Burkhard im Zürcher Schauspielhaus uraufgeführt. Nach einer Neuinszenierung von 1948 verschwand das Stück vom Spielplan des Schauspielhauses. Für die Neuinszenierung wurden die Hits wie «Oh mein Papa» neu arrangiert.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)

Der schwarze Hecht im Schauspielhaus