Sparschwein regiert die Schaffhauser Kulturszene

Nach den Kürzungen der städtischen Subventionen haben verschiedene Schaffhauser Kulturbetriebe massive Geldprobleme. Zum Beispiel die Haberhausbühne: Das Theater kämpft sogar um seine Existenz. Eine Welle der Solidarität könnte nun aber die Wende bringen - mit Unterstützung der SVP.

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Bildlegende: Katharina Furrer von der Haberhausbühne. SRF

Der Kulturclub Haberhaus hat eigentlich mit 20'000 Franken von der Stadt Schaffhausen gerechnet. Nun bleiben diese aus, da das Parlament unter Führung der Bürgerlichen Nein gesagt hat. «Die Kultur kann nicht immer nur die hohle Hand machen», sagt zum Beispiel Walter Hotz von der SVP.

Katharina Furrer, deren Verein letztes Jahr die Haberhausbühne übernommen hat, ist verzweifelt: «Ohne das Geld der Stadt lässt sich die Haberhausbühne nicht betreiben, so können wir unsere Kosten nicht decken.»

Auch SVP-Sparer spendete

Auch das Kulturzentrum Kammgarn, die Kunsthalle Vebikus und der Musikraum Taptab sind von den Subventionskürzungen betroffen. Dies löste etwas aus in der Schaffhauser Kulturszene: So bildete sich zum Beispiel die Schaffhauser Kulturlobby, die sich für die Anliegen der Kulturinstitutionen einsetzen will. Ausserdem organisierte die Haberhausbühne drei Benefizanlässe - damit sollen die dringend benötigten 20'000 Franken aufgetrieben werden.

Übrigens: Auch SVP-Politiker Walter Hotz beteiligt sich an der Rettung der Haberhausbühne: «Ich habe einen Bettelbrief erhalten und habe mich dann dazu überwunden, auch einen kleinen Betrag zu spenden.»