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Spezialdünger als Ursache Das Geheimnis um den Gestank in Dübendorf ist gelüftet

Ein Landwirt düngt sein Feld mit Jauche.
Legende: Keystone

Die Diskussionen in den sozialen Netzwerken liefen auf Hochtouren, zahlreiche Anwohner meldeten sich bei den Behörden. Über der Stadt Dübendorf lag vergangene Woche ein mysteriöser, übler Gestank. Die Stadt kündigte vergangenen Freitag über die sozialen Medien Untersuchungen an und stellte klar: Es handle sich vermutlich um Gerüche aus Dünge-Produkten.

Dübendorf kündigt eine detaillierte Untersuchung an

Diese Vermutung hat sich nun bewahrheitet, wie der Dübendorfer Stadtschreiber Martin Kunz erklärt. «Ein Landwirt hat im Bereich des Schützenhauses Werlen ein spezielles Düngemittel eingesetzt, das eigentlich in die Erde eingearbeitet werden müsste.» Dies hat er nicht gemacht, und aufgrund des warmen und trockenen Wetters letzte Woche begann das Produkt dann zu stinken.

Das Düngemittel ist nun unter der Erde

Das Problem sei mittlerweile aber gelöst, so Kunz weiter. Man habe mit dem zuständigen Landwirt Kontakt aufgenommen, und dieser habe das Düngemittel nun korrekt in die Erde eingebracht. «Wir haben über das Wochenende nachkontrolliert. Der Geruch ist nun verschwunden.»

Als Konsequenz aus diesem Fall will die Stadt Dübendorf nun Landwirte über das korrekte Düngen informieren.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die fehlgeleitete, "nicht nachhaltig öko-logische" LW, stinkt wirklich vor sich hin! Allein schon die Überproduktion an konzentrierte Gülle...., da keine, oder sehr wenig Einstreu (Stroh) für die Tiere verwendet wird! Dann der penetrante und gesundheitsschädigende Gestank der verschiedenen, verwendeten, chemischen Produkte (Pestizide - Fungizide - Herbizide - Kunstdünger - ....)! Es ist bei den Tieren genau gleich, wie beim Menschen: man riecht, was "gefüttert/gefuttert" wird/wurde!!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    1. Unverdünnte "Gülle" stinkt, wird ausschliesslich von "nicht nachhaltig öko-logisch" miss-wirtschaftenden Bauern auf Felder geführt und ist für die Bodenlebewesen eine Zumutung, sowie für die Menschen! 2. Bei dieser Trockenheit konzentrierte "Gülle mit evt Kunstdünger-Anteil" auszufahren, ist absolut unsinnig, da nicht öko-logisch! Hinzu kommen die unzumutbaren Geruchsemissionen! Nur wer keine Einstreu verwendet für die Tiere, hat auch viel zu viel "Gülle", was ein klarer Missstand ist!
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  • Kommentar von Frei Wähler ((Frei Wähler))
    Die heutige Gülle riecht halt vielfach nicht mehr nach Gülle. Fügen doch viele Bauern der Gülle chemische Düngermittel zu.Das mit den Zusätzen geht so weit bis ob der gebildeten Gase Kühe im Stall sterben (war hier vor einiger Zeit zu lesen). Kommt noch dazu, dass die Güllenfässer mit den vielen Schläuchen bis zum Boden halt nur für dreimaliges Güllen Subventionen erhalten. Nachher wird das Amoniak wieder mit alten Fässern in die Luft geschleudert.Geht etwas schneller.So sind viele Bauern halt
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    1. Antwort von Karl Müller (KaMü)
      Würden Bauern für ihre Produkte anständig entschädigt, wäre vieles anders. Doch überall in der wirtschaftlich "entwickelten" Welt wird bis zur Bewusstlosigkeit subventioniert, damit Lebensmittel noch mehr vergeudet werden können. Das Märchen mit den alten Fässern können Sie sich schenken. Dass sich die Agglomerationen immer weiter ausdehnen und damit mehr Menschen näher beim Landwirt wohnen ist eine Tatsache.
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    2. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      @Wähler:Es geht nicht um die Subventionen sondern um die Globalisierung und das Bedürfnis der Bevölkerung zu jeder Jahreszeit alles billig, billiger und noch billiger kaufen zu können. Und recht haben Sie: Die 100‘000e Tonnen Lebensmittel die jedes Jahr in den Abfall entsorgt werden spitzen sich auch in dieser Frage ins extreme zu. Leider ist das Landwirtschaftsland Schweiz zum Konsum- Wegwerfland im Stil der USA verkommen. An dieser Stelle ein Dankeschön an alle Bauern im Land für eure Arbeit.
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