Stadt Schaffhausen: Landparzelle Hohberg wird nicht verkauft

Äusserst knapp hat die Schaffhauser Stimmbevölkerung den Landverkauf abgelehnt. Den Ausschlag gaben gerade einmal 121 Stimmen.

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Bildlegende: Darum wird gestritten: das Hohberg-Grundstück in Schaffhausen. SRF

Damit hätten viele nicht gerechnet: Die Stimmberechtigten der Stadt Schaffhausen lehnen den Verkauf der Landparzelle Hohberg ab. Der Entscheid fiel allerdings sehr knapp aus. Gegen den Verkauf stimmten 5870 Personen, das ist ein Nein-Stimmenanteil von 50,5 Prozent.

Erfolg für die Alternative Liste

Die Landparzelle Hohberg ist ein über 6000 Quadratmeter grosses Grundstück in Schaffhausen. Es sollte im Rahmen des Projekts «Zukunft Stadtleben» für mindestens 2,3 Millionen Franken an einen privaten Investor verkauft werden. Die Stadt wollte damit die Erstellung von qualitativ gutem Wohnraum fördern.

Die Alternative Liste hatte das Referendum ergriffen. Der Landverkauf sei der falsche Weg, um bezahlbaren Wohnraum in Schaffhausen zu schaffen, so die Partei. Ein Nein gegen das Projekt sei ein Zeichen gegen den Ausverkauf der Stadt Schaffhausen. Die Befürworter des Landverkaufs warfen der AL im Abstimmungskampf «fadenscheinige und unwahre Argumente» vor.

Stadtrat geht über die Bücher

Der zuständige Schaffhauser Baureferent Raphael Rohner (FDP) betont im Interview mit dem Regionaljournal: "Die Stadt Schaffhausen ist angewiesen auf neuen Wohnraum. Nun schauen wir aber genau, ob wir den richtigen Weg eingeschlagen haben, um das Problem zu lösen." Offenbar bestünden Ängste in der Bevölkerung - das müsse der Stadtrat ernst nehmen.