Aus für Gratisparkplätze Stadt Winterthur will Auto-Pendler vertreiben

Halteverbotstafeln und andere Baustellenabsperrungen stehen an einer Quartierstrasse bereit. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Anzahl Parkplätze in den Winterthurer Quartieren ist beschränkt, der Suchverkehr ein Ärgernis, findet der Stadtrat. Keystone (Symbolbild)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bis in drei Jahren sollen alle öffentlichen Parkplätze kostenpflichtig sein.
  • Pendler sollen so vom Parkieren auf öffentlichen Parkplätzen, primär in den Quartieren, abgehalten werden.
  • Für das Parkieren im Zentrum soll zudem ein «angemessener» Preis erhoben werden.
  • Das Winterthurer Parlament muss über die Änderungen entscheiden.

Die vorgeschlagenen Änderungen des Winterthurer Stadtrats sind vielfältig. So soll es in den Quartieren nur noch Blaue Zonen geben, wo nur Anwohner unbeschränkt parkieren können. Und alle öffentlichen Parkplätze sollen etwas kosten.

Parkieren in der Innenstadt und Neuhegi/Grüze wird teurer

Wie viel genau in Zukunft in der Stadt Winterthur das Parkieren auf einem öffentlichen Parkplatz kostet, das hat der Stadtrat noch nicht festgelegt. Sicher aber sei, dass die Gebühren in der Innenstadt und im Quartier Neuhegi/Grüze höher sein werden als in den übrigen Gebieten, sagt Raffael Noesberger, Leiter der Verkehrsplanung im Tiefbauamt: «Punktuell wird es Erhöhungen geben, das ist sicher.»

Das Ziel dieser Änderung über die Bewirtschaftung der öffentlichen Parkplätze hat der Winterthurer Stadtrat klar definiert: Der Autoverkehr soll nicht noch weiter zunehmen und Auto-Pendler sollen die Quartiere nicht mehr belasten. «Wir möchten Pendlerinnen und Pendler auf den ÖV bringen», sagt Raffael Noesberger dazu. Die Vorschläge des Stadtrats werden nun konkretisiert und anschliessend dem Winterthurer Parlament zur Beratung vorgelegt.

Widerstand vorprogrammiert

Wie immer, wenn es um Parkplätze geht, dürfte die Diskussion im Parlament heftig werden, so die Einschätzung des Winterthurer Verkehrsplaners. So kündigen verschiedene bürgerliche Parteien bereits Widerstand an. Applaus für die Vorschläge gibt es von Links-Grün.