Stadt Zürich sucht Kulturgotten und Kulturgötti

Kulturinteressierte Erwachsene gibt es viele. Kinder, die nie ein Theater oder ein Museum besuchen können auch. In den Zürcher Gemeinschaftszentren will man die beiden Gruppen nun zusammenführen. Neu gibt es auch ein Projekt für kindliche Theaterexperten und Gastateliers.

Drei Kinder sitzen am Boden und sehen freudig zu. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kinder ins Theater! Dank Kulturgötti und -gotten soll dies vermehrt möglich sein. Keystone

Die Idee der Kulturgotte ist einfach: kulturinteressierte Erwachsene sollen ein Kind mitnehmen ins Theater, ins Konzert oder in ein Museum. «Solche Kulturpatenschaften gibt es bereits in verschiedenen deutschen Städten und sie funktionieren sehr gut», sagt Françoise Blancpain im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Sie ist verantwortlich für das kulturelle Angebot im Gemeinschaftszentrum Buchegg. Natürlich kann nicht einfach irgendjemand ein Kind mitnehmen. Verschiedene Gemeinschaftszentren in der Stadt Zürich vermitteln den Kontakt und bürgen für die Patenschaften.

Gescheitertes Kinderkulturhaus als Chance

Da der Plan von einem städtischen Kinderkulturhaus gescheitert ist, unterstützt die Stadt Zürich neu verschiedene Projekte mit dem Ziel, allen Kindern den Zugang zur Kultur möglich zu machen. Finanziert werden diese aus einem Kinderkultur-Kredit.

Verschiedenen Gemeinschaftszentren bieten darum neben Kulturgotten neu auch ein Projekt, in dem Kinder zu Theaterexperten werden sollen oder Gastateliers für professionelle Künstler. Als Gegenleistung müssen diese den Kindern einen Einblick in ihre Arbeit gewähren.

Neu sind sämtliche kulturelle Angebote für Kinder in der Stadt Zürich auch in einem Kinderkulturkalender zusammengefasst.