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Stadt Zürich Unerwartete Rochade in Stadtzürcher Regierung

Überraschung bei der Departementsverteilung im Zürcher Stadtrat: Wolff und Leutenegger wechseln das Amt.

Legende: Video Unglückliche Zürcher Stadträte abspielen. Laufzeit 03:43 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 16.05.2018.
  • Der bisherige Tiefbauvorstand Filippo Leutenegger (FDP) wechselt gegen seinen Willen ins Schul- und Sportdepartement.
  • Der bisherige Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) übernimmt Leuteneggers Nachfolge als Tiefbauvorstand.
  • Richard Wolffs Sicherheitsdepartement wird künftig von der neugewählten Karin Rykart (Grüne) geführt.
  • Der neugewählte Andreas Hauri (GLP) übernimmt das problembeladene Gesundheitsdepartement von Claudia Nielsen (SP).
  • Der neugewählte Michael Baumer (FDP) löst seinen Parteikollegen Andres Türler als Vorsteher der Industriellen Betriebe ab.
  • Die Stadträte Leupi (Grüne), Odermatt (SP) und Golta (SP) behalten ihre Departemente, und Mauch (SP) bleibt Stadtpräsidentin.

Stadtpräsidentin Corine Mauch...

...zur Versetzung von Filippo Leutenegger ins Schul- und Sportdepartement: «Wir haben es uns nicht einfach gemacht. Aber im Parlament hatte Filippo Leutenegger letztes Jahr grosse Mühe. Viele seiner Verkehrsgeschäfte gerieten in eine Blockade. Gleichzeitig ist es ein sehr wichtiges Dossier für die Stadt, und wir haben Aufträge der Stimmbevölkerung. Der Stadtrat war der Meinung, mit einem Führungswechsel lasse sich diese Blockierung lösen.»

Ex-Tiefbauvorstand Filippo Leutenegger...

...zur Absetzung als Verkehrsminister gegen seinen Willen: «Ein solcher Entscheid ohne formale Gründe ist starker Tabak für die Konkordanz. Das war eine Machtdemonstration von Rotgrün gegenüber der FDP und insbesondere gegenüber mir. Ich habe niemandem Steine in den Weg gelegt, von daher ist der Entscheid politisch motiviert und sicher nicht sachlich. Und ich muss das so akzeptieren.»

Ex-Sicherheitsvorstand Richard Wolff...

...zu seiner (endgültigen) Absetzung als höchster Stadtpolizist und seiner neuen Aufgabe als Tiefbauvorstand: «Ich war am Anfang ziemlich empört und auch schockiert. Ich habe mich aber mittlerweile gefasst und muss ganz ehrlich sagen: Ich freue mich auf das neue Departement. Man kann nicht vier Jahre beleidigt sein, man muss zusammenarbeiten, und das werde ich auch tun.»

Der neugewählte Andreas Hauri...

...zu seiner künftigen Aufgabe als Vorsteher des krisengeschüttelten Gesundheitesdepartements: «Es ist eine grosse Aufgabe, die beiden städtischen Akutspitäler mittel- und langfristig auf einen grünen Zweig zu bringen. Aber wir werden das im Team mit dem Stadtrat schaffen, und deshalb bin ich sehr zuversichtlich.»

Die neugewählte Karin Rykart...

...zu ihrem Amt als Zürcher Sicherheitsvorsteherin: «Ich bin sehr glücklich mit diesem Departement. Es ist natürlich ein Departement, das häufig im Fokus steht, aber das macht es auch aus. Es ist wichtig, dass sich die Menschen in der Stadt Zürich sicher fühlen. Das ist auch ein emotionales Thema, und von daher ist das ein sehr spannendes Departement.»

Der neugewählte Michael Baumer...

...zu seiner künftigen Arbeit als Vorsteher der Industriellen Betriebe: «In diesem Departement haben wir einige Herausforderungen, gerade mit dem technologischen Umbruch und mit der Digitalisierung. Da muss man vielleicht auch neue Verkehrsinfrastrukuren schaffen. Und bei der Energiestrategie haben wir noch grosse Fragezeichen, wie wir uns für die Zukunft aufstellen wollen.»

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Jetzt haben die Zürcher "Wahlsieger" ihre Macht voll ausgespielt! Um eine so grosse Stadt mit vielen Problemen und Projekten politisch gut zu verwalten und zu entwickeln, sollten die Direktions-CEOs nicht nach einer Regierungsperiode in eine völlig neue Aufgabe (Direktion) wechseln müssen! Die Mehrheitspolitik nahm dazu keine Rücksicht! Unbeliebte "Kollegen" wurden abgestraft! Mit dieser Realität habe ich offenbar bereits mehrmals das Netiquette verletzt, darum nicht aufgeschaltet worden!
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    1. Antwort von Thomas Meier (ThomasMeier)
      Danke Herr Bolliger. Darf man Ihnen ein Kompliment aussprechen?! Danke für diese richtigen wohltuend richtigen Worte. Ich wünsche Ihnen tolle und erholsame Pfingsten. Mein Mitleid gilt für alle ZüricherInnen welche an dieser krassen Rot-Grünen Mehrheit noch sehr zu leiden und zu zahlen haben werden.
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Linke und Grüne haben im Parlament die Mehrheit- das soll man Zürich nun anmerken. Leutenegger stand dieser Konsellation jetzt „halt im Weg“. Meine grosse Hoffnung liegt jetzt bei Wolff, er soll so schnell wie möglich einen Masterplan für ein wirklich gutes Velobahn-Netz ausarbeiten das genug Platz zum kreuzen unabhängig von Pkw- und Lkw die Stadt durchzieht, nötigenfalls werden Strassen voll auf Zweiräder umgestellt. Die rot-grüne Stadtrat soll d. Chance j nutzen-„ohne“d. Zustimmung von rechts!
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  • Kommentar von Erich Singer (liliput)
    Für mich ist das keine Rochade sondern Poste-Geschacher! Bin mal gespannt wie da die Konkordanz funktionieren wird. Da ist Zoff vorprogrammiert.
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