Stadt Zürich unterstützt Pro Infirmis

Die Stadt Zürich will der Behinderten-Organisation jährlich knapp 300'000 Franken zahlen. Das Geld ist gedacht für den Beratungsdienst der Behinderten-Organisation. Die Stadt übernimmt damit einen finanziellen Beitrag, den früher die IV ausrichtete.

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Bildlegende: Behinderte Menschen sollen in der Stadt Zürich weiterhin kostenlos beraten werden. Keystone

Für behinderte Menschen ist der Alltag schwierig zu bewältigen. Hilfe erhalten sie bei der Behinderten-Organisation Pro Infirmis. Dort bekommen sie eine kostenlose Beratung, wenn sie Hilfe brauchen beim Suchen einer Wohnung oder einer Arbeit.  Bis jetzt hat die IV die Kosten dafür übernommen, auch für Behinderte, die keine IV-Rente beziehen. Seit der schärferen Praxis zahlt die IV jedoch immer weniger.

Stadt Zürich springt in die Lücke

Der Stadtrat hat nun entschieden, dass er die Leistungen der Sozialberatung finanzieren will. Die Hilfe sei für behinderte Menschen eine wichtige Stütze. «Es ist sinnvoller und billiger, eine bereits vorhandene Beratungsstelle weiterzuführen, als selbst ein solches Angebot aufbaut», sagt Rainer Thalmann vom Sozialdepartement der Stadt Zürich.

Die jährlich knapp 300'000 Franken sind vorläufig für die nächsten vier Jahre geplant. Allerdings muss der Zürcher Gemeinderat den Kredit noch absegnen.