Stadt Zürich will neues Literaturmuseum ermöglichen

Der Aufschrei war gross, als die Stadt ankündigte, das Literaturmuseum Strauhof zu schliessen. Nun bietet die Stadt Hand zu einem Kompromiss: Sie stellt Ausstellungsfläche zur Verfügung und sucht eine eine Trägerschaft für den Betrieb. Das Strauhof-Komitee will davon aber nichts wissen.

Menschen halten schwarz-weiss-Plakate mit Frauenköpfen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ihr Protest hat gewirkt: Mitglieder des Strauhof-Komitees am Demonstrationszug durch Zürich. Keystone

Der Strauhof wird geschlossen. An diesem Entscheid der Stadt ist nicht zu rütteln. Doch das heisse nicht, dass es gar kein Literaturmuseum in der Stadt Zürich mehr geben soll, sagt Peter Haerle, Kulturchef der Stadt Zürich: «Wir haben immer gesagt, es soll weiterhin Literaturausstellungen geben. Nun haben wir das konkretisiert.»

150 Quadratmeter Ausstellungsfläche stellt die Stadt gratis zur Verfügung, 130'000 Franken bezahlt sie jährlich an den Betrieb. Dazu gibts 50'000 Franken Startfinanzierung und gratis Werbeversand. Die Bedingung: Eine Trägerschaft, welche das Museum betreibt.

Strauhofkomitee: «Absolut inakzeptabel»

Dieses Angebot sei auch eine Folge der heftigen Proteste des Strauhof-Komitees, bestätigt Peter Haerle. Die Diskussionen um die Schliessung des Strauhofs sind damit aber nicht vom Tisch.

In einer ersten Reaktion lehnt das Strahof-Komitee nämlich den Vorschlag der Stadt nämlich kategorisch ab: «Das ist absolut inakzeptabel», erklärte Komitee-Sprecher Urs Kummer, «dem werden wir nie zustimmen können. Unsere Meinung bleibt ganz klar: das Literaturmuseum gehört in den Strauhof. Punkt.»