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Die Formel E erhält keine Bewilligung in Zürich.
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Stadtrat ist gegen Autorennen Auch 2020 rast die Formel E nicht durch Zürich

In der Stadt Zürich gibt es auch im kommenden Jahr kein Formel-E-Rennen. Der Stadtrat lehnt ein Gesuch des Veranstalters ab, der einen solchen Event auf dem Hönggerberg plante. Der Anlass hätte zu einem grossen Teil auf dem Areal der ETH stattfinden sollen. Doch die Hochschule hatte nach einer Prüfung Einwände.

Es wäre eine einmalige Chance gewesen, bis zu 100'000 Leute auf dem Areal zu haben.
Autor: Ulrich WeidmannVizepräsident für Personal und Ressourcen, ETH Zürich

Eine Bremse war die Finanzierung. Auf dem Areal wären diverse bauliche Anpassungen nötig gewesen. «Sie hätten mehrere Millionen gekostet. Nach dem Rennen hätten wir alles wieder eliminieren müssen», argumentiert Ulrich Weidmann. Er ist bei der ETH fürs Formel-E-Rennen zuständig. Die ETH wolle zudem rund um den Campus die Lebensräume von Tieren und Pflanzen fördern. Ein Formel-E-Rennen widerspreche diesen Bemühungen.

Die Anwohner waren aussen vor

Ein dritter Kritikpunkt betrifft die Zusammenarbeit mit den betroffenen Quartieren. Die Veranstalter hätten die Anwohnerinnen von Affoltern und Höngg nicht genügend in die Planung miteinbezogen, so die ETH. Den Entscheid habe man aber schweren Herzens getroffen. «Es wäre eine einmalige Chance gewesen, bis zu 100'000 Leute auf dem Areal zu haben. Dies hätte der ETH ein fantastisches Schaufenster geboten», so Ulrich Weidmann.

Die ETH teilte dem Stadtrat diese Bedenken am Dienstag mit. Für die Regierung waren die Argumente plausibel. Schon im Mai lehnte die Zürcher Regierung ein anderes Gesuch für ein Rennen am Seebecken ab. Für eine andere Strecke in der Stadt Zürich ist kein Gesuch gestellt.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Das neue (geplante) Fussballstadion und den folgenden zahlreichen Zuschaueranstürmen, die vielen jährlichen Events in Zürich (Street Parade, "Sächsilüüte", etc.) und der enorme tägliche Massenverkehr auf allen städtischen Strassen, belastet die Stadt viel mehr, als ein Wochenende mit einem Formel-E-Rennen! Dieser Entscheid ist nicht nur rein ideologisch, sondern sehr "bünzlig", gegenüber technischer Entwicklung und Freizeit-Ansprüchen!
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Technische Entwicklungen, die falsche Signale geben, die vorgeben 'grün' oder irgendwie die Lösung zu Problemen zu sein, die eben diese Technik verursacht zu sein, mögen die bünzlig sein. Sie sind sicher mit mehr Vernunft versehen als dieses E-Auto Geschäft, dass nur ein Geschäft für Hersteller aber ein Desaster für Resourcen - wie seltene Erden - und eine massive Zunahme an Energiebedarf bedeuten, Herr Bolliger.
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    2. Antwort von Rolf Bolliger  (jolanda)
      Laufend Belehrungen ins Forum döggelen, daheim immer mehr Stecker in die Steckdosen stecken und sich einbilden, was nicht echt "grün" daher komme, sei schlecht, reicht nicht, "Antigone Kunz", um wichtige klimabelastende Veränderungen auf unserer Erde zu erreichen! Ich setze eine sorgfältige Belastung des Klimas zuerst bei mir selber an und setze mich seit langem mit den prozentual höchsten "Sünder" realistisch und nicht ideologisch auseinander (Bevölkerung, industriellen Dreckschleudern, usw.)
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    3. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      .... Wie Sie das 'Bevölkerungsproblem' zu lösen gedenken, wäre interessant zu erfahren. UND ja Sie haben recht, die grossen gehen angegangen .... das geht aber nur, wenn Wirtschaft und Politik ihre Arbeit machen. Sicher mit viel Druck von seiten der Menschen. Echt grün war und ist mir nie ein Anliegen gewesen. Es geht vielmehr darum, dass unser Habitat für uns und unsere Mitwesen lebbar bleibt. Das mit den Stecker, ist echt ein Problem und ja Sie haben recht, es beginnt bei mir, bei ihnen.
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  • Kommentar von Felix Bosshardt  (fbosshardt)
    Bravo, endlich landet dieser Unfug in der Tonne. Der Grund sollte sein: Man kann nicht die Strassenbeleuchtung zu Lasten älterer Verkehrsteilnehmer dezimieren und gleichzeitig solchen Vergnügungsnotstand zulassen. Klar ist Elektrizität sauber und zu begrüssen, aber nicht mit solchem Kirmes in einer Stadt. Sonst dürfen die Städter gerne alle Windräder bei sich aufnehmen.
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    1. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Elektrizität, muss auch 'gewonnen' werden, Herr Bosshardt. Sie ist nicht per se sauber. Diese E-Mobilität täuscht vor einen Schritt in Richtung ökologischer Transition zu sein, was sie definitiv nicht ist. Denn Der Stromverbrauch wird zunehmen, wenn zusätzlich einfach noch mehr Autos ob Benziner oder E-Fahrzeuge dazukommen. Transition, vor allem für uns energetisch auf Pump und grossen Fuss lebenden Nationen, wird nur über Redimensionierung und Weniger funktionieren.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Die Formel-E soll die E-Mobilität propagieren, so wird immer wieder argumentiert.. Eine E-Mobilität, die zu einer enormen Mengenausweitung an Autos führen wird, da sie oft als Zusatz gedacht wird. Sie wird den ÖV verdrängen. DIE einzige vertretbare Form von motorisierten Transport innerhalb des städtischen Raumes. Der Bedarf an Elektrizität wird sich vervielfachen. Die Herstellung dieser Autos ist eine grosse zusätzliche Belastung. Also von wegen Alternative. Zu was?
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