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Legende: Audio «Ein Abbruch wäre ein Kulturverbrechen» abspielen. Laufzeit 02:13 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 24.01.2019.
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Streit um Zürcher Pfauenbühne Stadtrat muss mit Neubauplänen nochmals über die Bücher

Das Schauspielhaus kann nicht ohne weiteres durch einen Neubau ersetzt werden. Das Parlament will genaue Abklärungen.

Der Zürcher Stadtrat will die Pfauenbühne komplett abreissen und neu bauen. Nur die Fassade soll noch stehen bleiben. Der Zürcher Gemeinderat will vorerst abklären, ob eine einfache Sanierung nicht möglich ist.

«Ein Abbruch wäre ein Kulturverbrechen», erklärte AL-Gemeinderat Eduard Guggenheim (AL). Das Schauspielhaus sei während dem 2. Weltkrieg ein Ort gewesen, wo Verfolgte aus Deutschland auftreten konnten. Das Schauspielhaus sei deshalb das wichtigste Denkmal für ein offenen Zürich. In seinem Vorstoss verlangte er deshalb, dass der Stadtrat nicht einen Neubau, sondern eine Sanierung planen soll.

Mauch verteidigt Neubauprojekt

Stadtpräsidentin Corine Mauch verteidigte die Pläne des Stadtrates für einen weitgehenden Neubau. Das Theater entspreche den heutigen Anforderungen nicht mehr. Auf vielen Plätzen sehe und höre man kaum etwas.

Die SP schlug schliesslich vor, dass der Stadtrat vorerst beide Lösungen abklärt, eine normale Sanierung oder einen Neubau. Diese Variante wurde schliesslich von allen Parteien unterstützt mit Ausnahme der SVP. Die SVP unterzeichnete zwar den ursprünglichen Antrag von Guggenbühl. Mit der von der SP eingebrachten Änderung habe der Stadtrat jedoch wieder freie Hand, um am Schluss doch einen Neubau vorzuschlagen, begründete sie ihre Ablehnung.

Vorerst muss der Stadtrat innerhalb von zwei Jahren jedoch beide Varianten abklaren. Die Debatte zeigte jedoch, dass die Neubauvariante einen schweren Stand haben dürfte.

Wie schlimm steht es wirklich?

Die Verantwortlichen des Schauspielhauses gelten als Treiber für die Neubauvariante. Dirk Wauschkuhn, technischer Direktor des Schauspielhauses und SRF-Kulturredaktorin Cordelia Fankhauser über die neuralgischen Punkte.

1. Das Foyer

Das Foyer des Schauspielhauses
Legende: Schauspielhaus

Eng, niedrig und düster, so beschreibt Kulturredaktorin Cordelia Fankhauser das Foyer des Zürcher Schauspielhauses. Wauschkuhn ergänzt: «Man steht sich hier gegenseitig auf die Füsse, dafür muss eine Lösung gefunden werden.»

2. Der Zuschauersaal

Der Zuschauersaal sei zu breit und zu flach, meint Fankhauser. Wer schon einmal am Rand gesessen sei, wisse, dass man von dort nicht alles sehe, was auf der Bühne passiert. Noch schlimmer als die Sicht sei aber die Akkustik, unter dem Balkon sitzend, verstehe man fast nichts.

3. Die Bühne

Bühne von hinten
Legende: Schauspielhaus

«Wir wünschen uns, dass die Bühne breiter wäre. So, dass man alles sieht, was auf der Bühne passiert», sagt Wauschkuhn. Ausserdem sei die Grösse der Bühne problematisch für die Bühnenbildner, weil nur eingeschränkt Kullissen aufgestellt werden könnten.

Auch den Bereich hinter der Bühne bezeichnet Dirk Wauschkuhn als zu eng: «Die Technik hinter der Bühne ist für uns jeden Tag eine Herausforderung.»

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