Strom aus dem Abfallsack

Der Kanton Zürich möchte mehr Energie aus Abfall produzieren. Bis 2035 soll eine Steigerung von mindestens 35 Prozent möglich sein, ist der Regierungsrat überzeugt. Heute sind es nur gerade vier Prozent.

Rauchender Schornstein der KVA Hagenholz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehr Energie aus Abfall. Keystone

Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) sind nicht nur dazu da Abfall zu verbrennen. Diese Anlagen produzieren auch Strom und Fernwärme. Bis anhin sind es vier Prozent des Strombedarfs der Zürcher Bevölkerung. Der Regierungsrat möchte dieses Potential nun aber intensiver nutzen. Bis 2035 sollen es mindestens 35 Prozent sein.

Kleine Bergwerke

Nicht nur Energie lässt sich in einer KVA gewinnen, sondern auch wertvolle Rohstoffe. Ein KVA ist ein kleines Bergwerk. In der Kehrrichtschlacke findet man Eisen, Aluminium, Kupfer, Zink und Gold. Die Anlage in Hinwil ist in dieser Sparte europaweiter Pionier. Die anderen Zürcher Kehrichtverwertungsanlangen sollen folgen, verlangt der Zürcher Regierungsrat.

800'000 Tonnen Abfall

Im Kanton Zürch werden jährlich zwischen 750'000 und 800'000 Tonnen Abfall thermisch verwertet. Diese Leistungsfähigkeit möchte der Regierungsrat in den nächsten Jahren beibehalten.