Sulzer kämpft weiter mit schwierigem Marktumfeld

Sulzerprodukte werden deutlich weniger bestellt als im Vorjahr. Trotzdem konnte der Winterthurer Industriekonzern den Umsatz im ersten Halbjahr halten und den Nettogewinn sogar verdoppeln. Dies auch dank massivem Stellenabbau.

Fassade mit dem Schriftzug von Sulzer und einer Feuertreppe, auf der eine Frau abwärts läuft. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Es geht immer noch bergab mit Sulzer - aber etwas weniger stark als befürchtet. Keystone

Im ersten Halbjahr konnte Sulzer Bestellungen im Umfang von gut 1,4 Milliarden Franken verbuchen. Das sind rund 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Unternehmen erklärt den Einbruch mit dem «anspruchsvollen Umfeld im Öl- und Gasmarkt». Hoffnungsvoll stimmt Sulzer, dass im zweiten Quartal etwas mehr Bestellungen eingegangen sind. Der Konzern hofft deshalb, dass die Zahlen am Ende des Jahres nicht ganz so schlecht aussehen werden wie befürchtet.

Sparprogramm trägt Früchte

Der Umsatz blieb im ersten Halbjahr stabil. Den Nettogewinn konnte Sulzer sogar verdoppeln. Er liegt im ersten Halbjahr bei rund 50 Millionen Franken. Zu verdanken ist dies einem rigorosen Sparprogramm. Das Unternehmen habe damit die Kosten im ersten Halbjahr um 36 Millionen Franken gesenkt, heisst es in der Mitteilung. Das Sparprogramm zeigt sich auch im Personalbestand. Sulzer hat seit dem Juni 2015 rund 1300 Stellen abgebaut und beschäftigt aktuell weltweit noch 13'876 Angestellte.