«Tägliches Verkehrstraining» für Winterthurer Schüler

Lotsen der Stadtpolizei Winterthur halten den Verkehr für die Schulkinder nicht mehr an. Stattdessen sollen die Kinder selbständig über die Strasse. Die Lotsen beobachten und unterstützen die Kinder nur noch. So sollen sie selbständiger werden.

 Ein Polizist hält den Verkehr für die Kinder an. Neu sollen die Schulkinder in Winterthur selbständig die Strasse überqueren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Alte Schule»: Ein Polizist hält den Verkehr für die Kinder an. Neu sollen die Schulkinder in Winterthur selbständig... Keystone

Gefährliche Stellen auf dem Schulweg: Lotsen der Stadtpolizei Winterthur haben dort bisher den Verkehr für die Kinder angehalten, damit sie gefahrlos die Strasse überqueren konnten.

Neu heisst der bisherige Lotsendienst Schulweghilfe. Hinter dem neuen Namen steckt auch ein neues System. Die Schulweghilfe hält den Verkehr nicht mehr an, sondern beobachtet die Schulkinder, wenn sie die Strasse überqueren. «Die Kinder sollen lernen, selbständig mit solch schwierigen Situationen umzugehen», erklärt Marcel Abplanalp von der Stadtpolizei Winterthur. «Sie erhalten so ein tagtägliches Verkehrstraining».

Pionierrolle von Winterthur

Winterthur ist die erste Stadt im Kanton Zürich, welche dieses neue System anwendet. Es beruht auf einer Diplomarbeit. Nachdem erste Pilotversuche positive Resultate brachten, gilt es nun in der ganzen Stadt Winterthur.