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Legende: Audio Farbig, bunt, mit Ballonen und Transparenten: Der 1. Mai in Zürich abspielen. Laufzeit 03:55 Minuten.
03:55 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 01.05.2019.
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Tag der Arbeit Rote und violette Fahnen in Zürich und Schaffhausen

Mit Ballonen, mit Plakaten und mit Trillerpfeifen forderten die Demonstrierenden Lohngleichheit und Gleichstellung.

  • Der 1. Mai stand dieses Jahr unter dem Motto «Mehr zum Leben und mehr Gleichstellung».
  • Rund 16'000 Menschen nahmen laut Gewerkschaftsbund an der 1. Mai-Demonstration in Zürich teil. Die Zürcher Stadtpolizei spricht von rund 10'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
  • Mit den violetten Fahnen verwiesen Aktivistinnen des Frauenstreiks auf den Frauenstreiktag im Juni. Auch die Gewerkschaften solidarisierten sich mit der Farbe violett.

Die St. Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi forderte an der Schlusskundgebung auf dem Sechseläutenplatz Lohngleichheit. Damit mehr zum Leben bleibe, müssten die Löhne rauf und die Belastungen – etwa durch Krankenkassenprämien – runter, sagte Gysi.

Wie die Präsidentin des Personalverbandes des Bundes weiter sagte, «ist die ökonomische Ungleichbehandlung der Frauen stossend». Die Lohngleichheit müsse endlich realisiert werden. Auf dem Sechseläutenplatz hielt die indische Frauenrechtlerin Annie Raja ebenfalls eine Rede. Sie kämpft gegen Gewalt an Frauen.

Bunter Umzug, vereinzelte Rauchpetarden

Am bunten, farbigen Umzug nahm ein Mix aus jung und alt teil, zum Teil schritten auch vermummte Personen mit. Vereinzelt wurden Rauchpetarden gezündet – oder es flogen Farbbeutel gegen Schaufenster. Ein Streifenwagen wurde beschädigt – und zwar von einer als Clown verkleideten Demonstrantin. Diese wurde festgenommen.

Die Stadtpolizei ziehe aber eine positive Bilanz, so Polizeisprecher Marco Cortesi: «Im Vergleich zu anderen Jahren war es ein sehr ruhiger 1. Mai. Wir wünschen uns, dass es nächstes Jahr auch wieder so wird.»

Mit Transparenten mobilisiert

Auch Markus Bischoff, Präsident des Zürcher Gewerkschaftsbundes, war zufrieden mit dem Umzug: «Unzählige Besucherinnen und Besucher haben mit Transparenten auf den Frauenstreik hingewiesen. Es war ein voller Erfolg, für den Frauenstreik zu mobilisieren.»

Es war ein voller Erfolg, für den Frauenstreik zu mobilisieren.
Autor: Markus BischoffPräsident des Zürcher Gewerkschaftbundes

Am Nachmittag folgte auf dem Zürcher Kasernenareal ein Polit- und Kulturprogramm mit Musikerinnen wie der Zürcher Rapperin Big Zis. Eine Ausstellung stellte Fotos von Frauen in den Mittelpunkt.

Schaffhausen auch im Zeichen der Frauen

Rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden an der 1.Mai-Kundgebung in Schaffhausen gezählt. Auch hier fiel die Farbe violett mehr auf, als in anderen Jahren, wie SRF-Korrespondent Roger Steinemann beobachtete. Hauptrednerin auf dem Fronwagplatz war SP-Nationalrätin Martina Munz. Und sie fand: «Frauen sollen arbeiten, wie wenn sie keine Kinder hätten. Und sie sollen Kinder betreuen und erziehen, wie wenn sie keine Arbeit hätten. Damit ist jetzt Schluss.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Gewerkschaften, Grüne und Sozialisten. kennen Strassenumzüge, Spruchbänder schieben, Schrillpfeifen und Schlagwörter durch Megaphone schreien hervorragend und rutiniert! Die 1. Mai- Demos bilden jedes Jahr die Höhepnkte solcher Strassenpolitik! Als ich selber noch im aktiven Berufsleben stand, hielt ich nie viel Sympathie für solche UNIA Fahnen und Spruchbänder. Arbeitsbedingungen oder berufliche Verbesserungen findet
    man besser und evizienter am Verhandlungstisch!
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Ich feiere den 1.Mai in meiner Werkstatt und arbeite.Das ist nutzbringender als
    grossen Reden überbezahlter,arbeitsferner Funktionäre zuzuhören.
    Auch hat der schwarze Block hier keinen Zutritt.
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