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Telefon-Seelsorge «Wir wollen niederschwellig für die Leute da sein»

Eine Frau führt ein Telefongespräch
Legende: Der Anruf bei der Telefon-Seelsorge fällt vielen Menschen leichter als der Gang zum Pfarramt. Colourbox (Symbolbild)

SRF: Wie kommt das neue Seelsorge-Angebot an?

Seelsorgerin Lisa Palm: Wir sind sehr zufrieden, wir hatten bereits mit vielen Fachleuten Kontakt und hatten ein sehr positives Echo. Die Beratungen sind jetzt am Anlaufen.

Worum geht es in den Gesprächen?

Was uns aufgefallen ist: In den ersten drei Wochen hatten wir nicht unbedingt mit Patienten Kontakt, sondern mit Angehörigen von schwer kranken oder bereits verstorbenen Menschen. Ein Beispiel: Ich hatte ein Gespräch mit jungen Leuten, die den Verlust ihrer Mutter fast nicht verwinden konnten.

Es klingt nach klassischer Seelsorge. Könnte das nicht auch eine Pfarrerin oder ein Priester bieten?

Viele Menschen sind relativ weit entfernt von der kirchlichen Spiritualität. Wir sind unabhängig von Konfession und Religion und wollen für alle Menschen in der Region Zürich Schaffhausen da sein. Wir möchten niederschwellig eine Hotline sicherstellen. Denn die Pfarrerin oder der Priester sind vielleicht auch nicht immer erreichbar.

Das Gespräch führte Nicole Freudiger.

Die Seelsorge-Hotline

Das Angebot der katholischen und reformierten Kirche bietet schwer kranken Menschen und ihren Angehörigen Hilfe. Ausgebildete Leute hören zu und vermitteln bei Bedarf eine Pfarrerin oder einen Priester. Das Telefon ist besetzt Mo-Fr, 10 bis 17 Uhr.

  • Zürich: 044 554 46 66
  • Winterthur: 052 224 03 80

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