Theater Waaghaus: Eine kleine Oase in der stressigen Adventszeit

Einen Adventskalender der etwas anderen Art bietet das kleine Theaterhaus in der Winterthurer Altstadt. Jeden Abend wartet eine kurze Aufführung auf das Publikum, deren Inhalt aber geheim ist, bis sich der Vorhang hebt. Und das kommt gut an.

Kunstvolle Eisblumen zieren ein Fenster in der Stadt Zürich Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Eisblumen» nennen die Theatermacherinnen im Waaghaus ihren täglichen Adventskalender. Keystone

Irène Trochsler vom Theater Waaghaus ist überwältigt: «So viele Personen haben schon am 2. Dezember gemerkt, dass es wieder soweit ist», sagt sie zur Begrüssung. Das kleine Theater ist bis auf den letzten Platz besetzt. Als Überraschungs-Gast tritt an diesem Abend der bekannte St. Galler Kabarettist Manuel Stahlberger auf. Und das erst noch gratis.

Das Waaghaus setze aber nicht nur auf grosse Namen, erklärt Cornelia Montani vom Programmteam: «Wir haben bewusst auch lokale Künstlerinnen und Künstler eingeladen und solche, die noch weniger bekannt sind.» Das Publikum könne so auch Neues entdecken.

Eine begehrte Auszeit

Die Idee hinter den «Eisblumen»: Alle sollen sich in der eher hektischen Vorweihnachtszeit eine kurze Auszeit gönnen können. Die kleine Oase in der Winterthurer Altstadt hat jedenfalls bereits eine treue Anhängerschaft.

Einen theatralischen-musikalischen Adventskalender bietet auch das Theater Stadelhofen und unter dem Titel «Geschenkte Zeit» sorgt auch das Zürcher Schauspielhaus jeden Abend für eine kleine Überraschung.

(simd; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)