Zum Inhalt springen

Header

Audio
Die Fälle von häuslicher Gewalt mit tödlichem Ausgang nehmen zu (Symbolbild).
abspielen. Laufzeit 03:56 Minuten.
Inhalt

Tötungsdelikt Dietikon Gewaltprävention braucht mehr Geld

Der Täter war der Polizei bekannt, trotzdem brachte er seine Frau um. Was können die Behörden besser machen?

Die Polizei habe versagt, man hätte dem Opfer einen Platz in einem Frauenhaus anbieten müssen – so und anders lautete die Kritik nach dem Tötungsdelikt in Dietikon, bei dem es einem wegen häuslicher Gewalt bekannten Mann trotz Kontakt- und Rayonverbot gelungen war, seine Ehefrau umzubringen.

Automatische Hilfe

Sandra Müller, Leiterin der Kantonalzürcher Opferhilfestelle, kann die Kritik nicht verstehen. Die Zusammenarbeit mit der Polizie funktioniere gut, und Frauen in solchen Situationen werde jeweils automatisch Hilfe angeboten, sagt sie auf Anfrage des «Regionaljournals». Die Beratung erfolge mehrmals, und zwar schriftlich, telefonisch und persönlich. Und vor allem so, dass ein potentieller Täter nichts davon erfahre.

Wer in Not ist, muss rasch einen Termin bekommen können.
Autor: Sandra MüllerLeiterin Opferhilfestelle Kanton Zürich

Wichtig sei es auch, rasch zu reagieren. «Zwingen kann man jedoch letztlich niemanden», sagt Müller. «Die Beratung ist und bleibt freiwillig.» Man müsse den Betroffenen jeweils klarmachen, dass sie mit dem Beratungsangebot kein Risiko eingingen, was offenbar nicht immer gelingt. Wie dies im Fall von Dietikon war, geben Polizei und Beratungsstelle nicht bekannt. Man wolle das Vorgehen im Fall Dietikon aber sicher überprüfen.

Drei Millionen mehr

Da die Nachfrage nach Beratungen zunimmt, will der Zürcher Regierungsrat die Opferberatungsstellen im kommenden Jahr mit zusätzlichen 1,5 Millionen unterstützen. Weitere 1,5 Millionen Franken zahlt der Kanton an die Frauenhäuser. Die Beratungsstellen testen zurzeit auch einen neuen Online-Dienst mit Chat-Möglichkeiten, um leichter an mögliche Opfer zu gelangen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?