Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Zürich Schaffhausen Tötungsdelikt in Zürich: Polizei sucht entflohenen Häftling

Vor wenigen Tagen wurde auf offener Strasse im Zürcher Seefeld ein Mann getötet. Die Polizei fahndet nun nach einem entflohenen Häftling.

Nach dem Tötungsdelikt an einem Mann im Zürcher Seefeld, sucht die Kantonspolizei nach einem aus der Strafanstalt Pöschwies geflohenen Häftling. Der 23-Jährige wird verdächtigt, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Ein bereits am Donnerstag verhafteter Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

Audio
Interview mit Thomas Manhart, Chef Justizvollzug Kanton Zürich (2.7.2016)
04:42 min
abspielen. Laufzeit 04:42 Minuten.

Der nun gesuchte Verdächtige war nach einem Hafturlaub nicht mehr in die zürcherische Strafanstalt zurückgekehrt, wie die Staatsanwaltschaft und die Zürcher Kantonspolizei am Samstag mitteilten. Der Schweizer sass dort wegen verschiedener Gewaltdelikte. Thomas Manhart, Chef des Justizvollzugs im Kanton Zürich, betont jedoch gegenüber SRF, dass keine Tötungs- oder Sexualdelikte gegen den Mann vorgelegen hätten.

Erster alleiniger Hafturlaub

Der Gesuchte war im September 2015 vom Zürcher Obergericht zu einer Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren und einer ambulanten Massnahme verurteilt worden. Die Strafe verbüsste er bereits seit Februar 2014.

«Ende 2017 wäre der Mann bei guter Führung freigekommen», sagte Manhart. Bis zum Zeitpunkt des Hafturlaubs habe er sich im Strafvollzug wohl verhalten. «Nach unserer Risikoeinschätzung gingen wir davon aus, dass der Häftling zurückkehren wird.» Es war sein erster alleiniger Urlaub. «Zuvor hatte er bereits mehrere begleitete Hafturlaube», so Manhart.

Die Polizei wies darauf hin, der Geflüchtete sei als gewaltbereit einzustufen und dürfte bewaffnet sein. Für den geflüchteten Häftling gelte zum jetzigen Zeitpunkt aber die Unschuldsvermutung, schreibt das Amt für Justizvollzug. «Wir wissen noch nicht, ob er an der Tat beteiligt war», sagte Manhart. Erste Priorität habe nun aber die Fahndung und Ergreifung des Flüchtigen.

Tatort nahe Bahnhof Tiefenbrunnen

Am frühen Donnerstagnachmittag war im Zürcher Seefeld ein 43-jähriger Mann aufgefunden worden. Eine Passantin hatte den Mann, der um Hilfe rief, in der Nähe des Bahnhofs Tiefenbrunnen angetroffen. Kurz darauf brach er zusammen und starb. Er wies mehrere Stichwunden am Körper auf. Die Umstände des Todes sind weiterhin unklar.

Passanten beobachteten unmittelbar nach den Hilferufen einen Mann, der in der Nähe des Tatorts beim Bahnhof Tiefenbrunnen über die Gleise rannte. Aufgrund der Angaben kontrollierten Fahnder der Stadtpolizei kurz darauf auf Zolliker Gemeindegebiet einen Mann. Dieser wurde für weitere Abklärungen festgenommen.

Fahndung der Polizei

Box aufklappen Box zuklappen

Den Zeugenaufruf der Kantonspolizei Zürich mit Fahndungsfoto finden Sie hier.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von u. Felber  (Keule)
    diese Beamten scheinen einen haufen Versager zu sein!
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Auch gewaltbereite Häftlinge sollten doch wiedermal die Chance bekommen, sich selber zu sein ;o) Wozu sollen Steuerzahler 1Mia/J für Unterhalt, Therapien+Freizeit von Knastis übernehmen, wenn dann doch 1/2 von ihnen rückfällig wird? Fragt sich, ob die andere 1/2 auch ohne diese teuren Massnahmen zur Vernunft gekommen wäre oder gerade deshalb? Knast ohne Supplements, genügend langer Aufenthalt in einem Arbeitslager oder bei einem Eingeborenenclan auf einer Insel... stellt die Leute vor die Wahl.
  • Kommentar von paul waber  (sandokan)
    Wieder ein Mensch der sinnlos sterben musste, weil unser Strafvollzug noch immer eine Kinderkrippe ist...