Tonhalle-Orchester: Vom See ins Industrie-Quartier

Das Tonhalle-Orchester hat eine neue Bleibe: Während das Kongresshaus-Gebäude saniert wird, zieht das Orchester in die Maag Halle an der Hardbrücke. Die Suche nach geeigneten Probe- und Konzerträumen war nicht einfach - und die Maag Halle muss extra umgebaut werden.

Links der Konzertsaal der Tonhalle, recht die Maag Halle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vom Prunksaal in die Industrie: Das Tonhalle-Publikum wird sich in der Maag Halle umgewöhnen müssen. Keystone/Collage SRF

Drei Jahre lang dauert die Sanierung der Tonhalle. Gemeinsam mit dem Kongresshaus wird sie fit gemacht für die Zukunft als Kongresszentrum. Die Tonhalle Gesellschaft musste also für das Orchester ein neues Zuhause suchen. Keine einfache Aufgabe: Das 100-köpfige Orchester muss regelmässig proben können, und die Anforderungen an die Akustik sind hoch.

Die Maag Halle als ideale Lösung

Nun hat die Tonhalle Gesellschaft eine Lösung gefunden. In der Maag Halle soll extra eine «Box in der Box» gebaut werden, ein Konzertsaal, der rund die Hälfte der Halle einnehmen soll. Die Kosten für diesen Umbau sind noch nicht bekannt.

Trotzdem ist Martin Vollenwyder, Präsident der Tonhalle Gesellschaft, zufrieden. Für die Maag Halle sprächen die Umgebung mit ihren vielen Kulturinstitutionen wie dem Schiffbau und dem Campus der Hochschule der Künste, sagt er. Ausserdem sei die Maag Halle mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar.

«  Die Maag Halle ist ein absoluter Glücksfall. Eine idealere Lösung auf dem Platz Zürich ist nicht zu finden. »

Martin Vollenwyder
Präsident Tonhalle Gesellschaft

Damit der Umzug wie geplant stattfinden kann, muss die Stadt Zürich allerdings den Umbau der Maag Halle bewilligen. Ausserdem wird die Zürcher Stimmbevölkerung noch über den Kredit für den Umbau der Tonhalle und des Kongresshauses abstimmen. Klappt alles im Sinne der Tonhalle Gesellschaft, wird das Orchester von 2017 bis 2020 in die Maag Halle umziehen.