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Traurige Häufung Drei Badeunfälle in zwei Tagen: Die Retter sind alarmiert

Die Vorfälle in Zürcher Gewässer machen der Schweizerischen Lebensrettungs-Gsellschaft Sorgen.

Ein Schiff steht auf dem Zürichsee. Daneben zwei Taucher, die eine verletzte Person bergen.
Legende: Viel Arbeit in diesem heissen Juli: Die Seeretter haben alle Hände voll zu tun. Keystone

Eine tote Frau und ein vermisster Mann nach einem Unglück auf dem Zürichsee. Ein Jugendlicher ertrinkt im Rhein. Und ein Mann wird bewusstlos aus der Limmat geborgen. Innert kürzester Zeit kam es in der Region Zürich zu drei schweren Badeunfällen.

Diese Häufung macht der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) Sorgen. Überraschend komme sie jedoch nicht, sagt SLRG-Mediensprecher Philipp Binaghi.

Die Regeln für sicheres Baden seien in der Bevölkerung zu wenig bekannt: «Kinder sollten nie unbeaufsichtigt ins Wasser. Drogen und Alkohol haben nichts verloren rund ums Baden.» Und schliesslich sollte man nie in trübes Gewässer springen, weil sich ein Felsen verstecken könnte.

Strömungen und Wasserwalzen

Unter anderem diese Empfehlungen bringt die SLRG mit Schildern und Plakaten in Badeanstalten zu den Leuten. Besondere Vorsicht sei geboten beim Sprung in einen Fluss. Dort warten Gefahren wie starke Strömungen oder Wasserwalzen.

Philipp Binaghi empfiehlt darum, die Badestelle zuerst genau zu besichtigen. Entscheidend sei, dass man die eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen könne. Das gelte gerade bei Jugendlichen: «Das Unfallrisiko steigt, weil die Risikowahrnehmung bei Jüngeren nicht stimmt. Oder weil sie zum Beispiel Mutproben machen.»

Dabei könnten viele Badeunfälle verhindert werden, wenn man sich an diese grundlegenden Empfehlungen hält. Und sich immer gut benetzt, bevor man ins Wasser springt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Zuerst spreche ich mein herzliches Beileid aus im Blick auf die tödlich verunglückten Badenden und bin in Gedanken bei deren Angehörigen. Nun,dies sage ich nicht zentriert auf die Verunglückten, sondern im Blick auf uns alle: Wir sind in der konsumverrückten Gesellschaft daran zu verlernen, dass wir Teil der Natur sind. Badewasser ist nicht "Konsumgegenstand".Es passt sich nicht unserem Körper an, sondern der Körper muss so vorbereitet sein, dass er sich dem Wasser anpassen und dort leben kann.
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  • Kommentar von Michael Emmenegger (Baltoro)
    OK, man soll schauen, aber jeder und jede ist selber verantwortlich und a propos bis jetzt 15:14 sind in der Schweiz schon 109 Leute gestorben......
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    1. Antwort von Andrea Dürmüller (Andrea)
      Ja, wir sind selber für unser Leben verantwortlich. Und trotzdem ist jedes einzelne Menschenleben unbeschreiblich viel wert und daher der Rettungsaufwand gerechtfertigt, um einen Menschen zu retten!
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