«Tristan oder Isolde» auf den Spuren eines Liebespaares

Eine hübsche Idee: Eine junge Regieassistentin rettet in Bayreuth ein berühmtes Bühnenbild vor dem Verschrotten und inszeniert darin einen eigenen Theaterabend. So entstand «Tristan oder Isolde», ein Pastiche von Anna-Sophie Mahler in Christoph Marthalers Restposten.

Drei Leute beladen einen Umzugswagen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Von Bayreuth nach Zürich: Tristan und Isolde wurde verpackt und neu aufgerollt. zvg

Bei den Zürcher Festspielen dreht sich fast alles um Richard Wagner. So kam die Idee von Anna-Sophie Mahler gerade richtig. Sieben Jahre lang assistierte sie Christoph Marthaler in Bayreuth auf dem grünen Hügel. Wagners «Tristan und Isolde» kennt sie in und auswendig, das Bühnenbild von Anna Viebrock ist ihr ans Herz gewachsen.

So sehr, dass sie einen Teil davon vor dem Verschrotten rettete, nach Zürich fahren liess und im Theaterhaus Gessnerallee aufbaute.

Das Pastiche - die lockere Tristan-Interpretation -, das sie darin mit ihrer Gruppe CapriConnection aufführt, passt perfekt ins Konzept der Festspiele. Und es zeigt, wie schwierig es ist, sich dem Genie Wagner zu nähern.

Tristan ODER Isolde

Kann man sich wirklich so schnell und intensiv verlieben? Was wäre passiert, wenn sie nicht gestorben wären? Anna-Sophie Mahler lässt ihre vier Mitspieler Fragen stellen. Antworten gibt es kaum. Und wer nicht sehr vertraut ist mit Wagners Werk und seiner Sippe, könnte Mühe haben, einen Zugang zu diesem kurzen Abend zu finden.

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