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Corine Mauch will mit den Kritikern der «Nexpo» das Gespräch suchen
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 30.12.2019.
abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.
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Umstrittene Landesausstellung «Es wird kein riesiger, zentralisierter Anlass»

Die zehn grössten Schweizer Städte haben Grosses vor: Gemeinsam wollen sie die nächste Landeausstellung stemmen, geplant ist das Megaprojekt für 2028. Die Ausstellung soll die ganze Schweiz umfassen, möglichst viele Leute sollen partizipieren, das ganze Projekt soll selbstverständlich auch nachhaltig sein.

Die Idee dazu stammt von Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch. Anlässlich der Budgetdebatte gab es dazu viele kritische Stimmen. Das Parlament strich schliesslich eine 80-Prozent-Stelle, die das Projekt vorwärtsbringen sollte.

Corine Mauch

Corine Mauch

Zürcher Stadtpräsidentin

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Corine Mauch, geboren 1960 in Iowa (USA), studierte Agrarökonomie an der ETH Zürich und Chinawissenschaften an der Universität Zürich. Seit Mai 2009 ist die SP-Politikerin Stadtpräsidentin von Zürich. Zuvor war sie Projektleiterin bei den Parlamentsdiensten der Bundesversammlung.

Im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», nimmt Corine Mauch Stellung.

SRF: Was heisst es für das Projekt, dass die Stelle gestrichen wurde?

Corine Mauch: Es ist ein Signal des Stadtparlaments, welches eingeordnet werden muss. Viele Aspekte der «Nexpo» sind noch nicht geklärt und müssen weiterentwickelt werden, deshalb wurde ein Betrag im Budget eingestellt für eine befristete Stelle von drei Jahren. Diese wurde im Parlament in Frage gestellt. Die Begründungen habe ich ein wenig als Äusserung von Frust wahrgenommen, weil das Parlament kein Mitspracherecht hat. Dieses Signal nehme ich entgegen. Ich werde mit den Votanten das Gespräch suchen. Das wichtigste sind jedoch die Beiträge der Stadt an die «Nexpo» und die wurden vom Parlament nicht bestritten.

Heisst die Streichung der Stelle nicht, dass Zürich jetzt machen muss, was Basel oder Bern planen?

Nein, das ist nicht der Fall. Ich werde schauen, dass wir mit den bestehenden Ressourcen so arbeiten können, dass Zürich weiterhin beteiligt ist und ich werde, wie gesagt, das Gespräch suchen mit den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten. Am Schluss der nächsten Phase kann der Gemeinderat mitreden, nicht schon jetzt. Das wurde nicht akzeptiert und da müssen wir jetzt eine Lösung finden.

Haben Sie schon eine Idee, wie das Parlament jetzt schon miteinbezogen werden könnte?

Nein, dazu muss ich jetzt wirklich zuerst mit den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sprechen. In anderen Städten ist es tatsächlich anders, da sieht die Kompetenzordnung vor, dass der Gemeinderat mitsprechen kann. Überall dort, wo das Parlament befragt wurde, stiess das Projekt übrigens auf gute Resonanz.

Ein Kritikpunkt, vor allem der Grünen, war auch, dass die Stadt schon genug Anlässe habe und es nicht noch einen weiteren brauche. Was sagen Sie dazu?

Das ist genau der zentrale Punkt. Der ganze Anlass ist dezentral organisiert und findet zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten statt. 2028 wird es einen Höhepunkt geben. Aber ein weiterer Grossanlass ist genau das, was wir nicht wollen. Die Kritiker haben sich mit der «Nexpo» nicht vertieft auseinandergesetzt. Wir stellten das Projekt in der Spezialkommission vor, dort stiessen wir auch bei den Grünen auf ein positives Echo. Diejenigen, die sich im Parlament geäussert haben, sind nicht Mitglieder der Spezialkommission. Ich versuchte dies zu erklären, wie meistens jedoch, wenn die Meinungen schon gemacht sind, war es zu spät.

Man hat schon viel Zeit und auch schon einige Hunderttausend Franken investiert, sehen Sie, quasi als «Mutter des Projekts», die Ablehnung der Stelle auch als persönlichen Rückschlag?

Ich kann es als Teil des Projekts ansehen. Mit den vielen Festlichkeiten, die wir in Zürich haben und dem generellen Misstrauen Anlässen gegenüber, ist es klar, dass wir diese Debatte miteinander führen müssen.

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