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Unfälle mit E-Bike-Fahrern beschäftigen die Zürcher Kantonspolizei
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 11.03.2020.
abspielen. Laufzeit 02:41 Minuten.
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Unfälle auf Zürcher Strassen E-Bike-Fahrer bleiben Sorgenkinder der Polizei

Die Zahl der Unfälle hat im Kanton Zürich 2019 insgesamt abgenommen. Bei den E-Bikes steigt die Kurve aber weiter an.

Im Kanton Zürich haben sich im vergangenen Jahr insgesamt 16'247 Unfälle im Strassenverkehr ereignet. Das sind leicht weniger (-1,5 Prozent) als 2018. Deutlich zurückgegangen ist dabei die Zahl der schwer verletzten Personen und die Anzahl Menschen, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Starben 2018 noch 33 Menschen auf der Strasse, waren es letztes Jahr 24. Das zeigt die Verkehrsunfallstatistik der Zürcher Polizeikorps.

Zunahme bei Unfällen mit E-Bikes

Bei den Unfallzahlen mit E-Bikes geht der Trend allerdings weiterhin in die andere Richtung. Ausser in der Stadt Winterthur nahmen Unfälle mit E-Bike-Fahrerinnen und E-Bike-Fahrern weiter zu. Auf dem Gebiet der Zürcher Kantonspolizei betrug der Anstieg 2019 gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre hohe 69 Prozent. Die Zahl der Schwerverletzten und getöteten E-Bike-Fahrer hat sich sogar mehr als verdoppelt, auf 57.

Frank Schwammberger, Chef Verkehrspolizei bei der Zürcher Kantonspolizei, erklärt sich den Anstieg damit, dass das E-Bike inzwischen zunehmend auch für den Arbeitsweg verwendet wird. «Das E-Bike ist attraktiv: Man macht etwas für seine Gesundheit, für das Klima und ist vielleicht erst noch schneller als mit dem Auto an der Arbeit», so Schwammberger.

Einen weiteren Hinweis für diese Entwicklung sieht die Zürcher Kantonspolizei darin, dass bis anhin vor allem Seniorinnen und Senioren mit E-Bikes verunfallten, inzwischen sind es Lenker aus fast allen Altersgruppen.

Tempo drosseln auf dem Elektrovelo

Für ihre Sicherheit könnten die E-Bikerinnen und E-Biker einiges selber tun. Bei etwas mehr als der Hälfte der Fälle verunfallten die Lenker ohne Fremdeinwirkung, etwa weil sie zu schnell unterwegs waren oder das E-Bike nicht beherrschten.

Bei Unfällen mit anderen Verkehrsteilnehmern waren hingegen in zwei Dritteln die Anderen schuld. Am häufigsten wurde den E-Bikern der Vortritt genommen, weil ihre Geschwindigkeit unterschätzt wurde oder weil sie gar nicht gesehen wurden.

Stadt Zürich spürt E-Trottinett-Boom

Ein neueres Phänomen schlägt sich in den Unfallzahlen der Stadt Zürich nieder: Dort hat 2019 die Zahl der Verkehrsunfälle mit Elektro-Trottinetts deutlich zugenommen. Wurden 2018 noch sechs Unfälle mit E-Trottinetts registriert, waren es vergangenes Jahr bereits 47.

Meistens handle es sich dabei um Stürze, oft an Abenden und an den Wochenenden, Stürze, bei denen die Fahrer alkoholisiert waren. Die allermeisten Unfälle gingen aber glimpflich aus und endeten nur mit leichten Verletzungen.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 11.03.2020, 17:30 Uhr; sda/simd;fumi

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Vetsch  (Psan)
    "Am häufigsten wurde den E-Bikern der Vortritt genommen, weil ihre Geschwindigkeit unterschätzt wurde..."

    Logisch, man kann ein eBike nicht so einfach von einem normalen Velo unterscheiden, es kommt aber mit der doppelten Geschwindigkeit daher. Und das geht wunderbar zusammen mit dem nächsten Punkt: Wieso muss man für ein 30km/h Töffli einen "richtigen" Helm anziehen, für ein 45km/h eBike reicht aber ein Velohelm? Man würde sie besser erkennen und die Fahrer wären besser geschützt.
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  • Kommentar von Pas Diet  (pastis1)
    "2018 konnte der E-Bike-Markt um satte 26,9 Prozent zulegen." Quelle: velosuisse.
    Könnte das der Grund sein für die steigenden Unfallzahlen?
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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Zwei drittel aller Unfälle die nicht Selbstunfälle waren, gingen auf das Konto von anderen Verkehrsteilnehmer und waren nicht Schuld der E-Bikes. Hier besteht dringend Handlungsbedarf. Es braucht eine sichere und gut ausgebaute Veloinfrastruktur in den Städten. Auf Kosten des MIV, diesem wird nach wie vor viel zu viel Platz eingeräumt.
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