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Zürich Schaffhausen Universität Zürich hat ihre Mitarbeiter zu Unrecht ausgespäht

Der Zürcher Datenschutzbeauftragte rügt die Universität Zürich. Diese habe im Zusammenhang mit der Affäre Mörgeli rechtswidrig Telefon- und E-Mail-Daten ihrer Mitarbeiter gesammelt und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Die Uni-Leitung entschuldigt sich.

Legende: Video Fall Mörgeli: Uni Zürich handelte laut Datenschützer illegal abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.07.2014.

Bruno Baeriswyl hält in seinem Bericht fest: Die Universität Zürich hat rechtswidrig gehandelt. Diese hatte im Zuge der Affäre Mörgeli Telefon- und E-Mail-Daten vieler Universitätsmitarbeitenden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Diese Informationen führten schliesslich zum Strafverfahren gegen die mutmassliche Informantin Iris Ritzmann.

Die privaten Interessen der betroffenen Personen seien in diesem Fall aber höher zu gewichten als die Interessen der Strafverfolgungsbehörden, sagt der Datenschutzbeauftragte im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Bruno Baeriswyl: «Für die Auswertung der Daten verfügte die Universität über keine Rechtsgrundlage.»

Universität will Datenschutz verbessern

Die Universität müsse nun Massnahmen treffen, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen würden, fordert Baeriswyl. Die Universitätsleitung entschuldigte sich in einer ersten Stellungsnahme bei den betroffenen Studierenden und Mitarbeitenden und kündigte Massnahmen zur Verbesserung des Datenschutzes an. Unter anderem will sie einen eigenen Datenschutzdelegierten einsetzen.

Die Universität betont, dass sie sich verpflichtet gefühlt habe, die Daten an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben. Diese habe die Weitergabe verlangt. Das Verhalten der Staatsanwaltschaft kritisiert Bruno Baeriswyl ebenfalls.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Beck, 5305 Unterendingen
    Ich stimme nicht nur der Meinung von S. Bendicht zu, sondern frage zusätzlich: Was soll das nun mit dem - eh schon falschen - Datenschutz? Hier werden Vorgesetzte gerügt, umgekehrt aber fordert derselbe "Schützer", dass Mitarbeitende (Angestellte) ungestraft ihre Vorgesetzten beschnüffeln und bespitzeln dürfen - ja sogar sollen und dabei belobigt werden!
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  • Kommentar von Samuel Bendicht, Bern
    Mich würde mal interessieren, in welchen Verhältnissen sich SVP Staatsanwalt Gnehm und Mörgeli befinden, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass sich dieser Staatsanwalt für Herr M. sehr in's Zeug legt und nur belastende Sachen auf der Gegenseite sucht. Dabei geht immer ganz vergessen, wie despektierlich sich M. in verschiedenen Interviews gegen die UNI geäussert hatte und wie zerrüttet dass Arbeitsverhältnis offenbar damals schon war. Für mich riecht dass alles nach Vetterligerichtsbarkeit!
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Nun, vermutlich hat er sich unter all seinen Fällen auf dem Tisch denjenigen, welcher ihm am meisten Prestige verschafft heraus gepickt, auch wenn dieser neuerem Datums ist? Könnte ja sein, oder? Und zudem ist M. Parteikollege, dem man natürlich gerne aus der Patsche hilft, auch wenn dies bedeutet einfach mal vor zupreschen.
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