Unsichere Tiefgaragen: Winterthur sieht keinen Handlungsbedarf

In Winterthur sollen diverse Tiefgaragen möglicherweise einsturzgefährdet sein. Ob effektiv Gefahr besteht, müssen die Eigentümer abklären, findet die Stadt. Sie vertraut darauf, dass diese ihre Verantwortung wahrnehmen.

Die gefährdeten Bauten seien in den Jahren 1980 bis 2000 erstellt worden. Verwendet wurde eine günstige, aber anspruchsvolle Technik. Dabei sei es möglicherweise zu Baufehlern gekommen, warnt ein Ingenieur im Winterthurer «Landboten». Auch hätten sich seither die Normen geändert.

Zu viel Erde auf dem Deckel?

Eine andere mögliche Gefahr könne sein, dass auf den Garagen zu viel Gewicht laste, beispielsweise durch zu grosse Aufschüttungen, erklärt Christoph Nay vom Ingenieurbüro Deuring + Oehninger AG gegenüber dem «Regionaljournal». Es drohe die Gefahr, dass die Decke einstürze. In Winterthur seien rund 25 Tiefgaragen potentiell betroffen. Die Garage einer Wohnüberbauung in Winterthur Sennhof sei bereits saniert worden.

Gelassenheit im Baudepartement

Bei der Stadt ist man durch die Meldung nicht beunruhigt. Bei den Garagen liege die Verantwortung für die Sicherheit bei den Eigentümern. «Es ist sicher gut, wenn Eigentümer von Garagen aus diesem Zeitraum dem Problem nachgehen», sagt Lukas Mischler, Sekretär des Baudepartements von Winterthur im «Regionaljournal». Er geht davon aus, dass den Eigentümern das Problem bewusst ist und sie entsprechende Massnahmen einleiten. Deshalb bestehe von Seiten der Stadt kein Handlungsbedarf.