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Bluttat von Hemmental Urteil des Schaffhauser Kantonsgerichts: Es war Mord

Polizisten vor dem Haus, in dem die Tat geschah
Legende: Die Tat mit zwei Toten stellte die Polizei anfänglich vor Rätsel. Keystone
  • Die 27-jährige Angeklagte im Familiendrama von Hemmental sei gefühllos, kaltblütig und hemmungslos, urteilen die Schaffhauser Richter. Sie habe ihren 56-jährigen Vater «gezielt und brutal» umgebracht.
  • Die Frau hatte laut Gerichtsmedizin 55 Mal auf ihren Vater eingestochen. Dieser hatte zuvor den Ehemann der Frau im Streit getötet.
  • Die Angeklagte bestreitet die Tat. Sie hätte ihrem Vater nie etwas antun können, versicherte sie vor Gericht. Die Indizien sprachen aber gegen sie, fanden die Richter.
  • Das Gericht verurteilte die Frau wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 16,5 Jahren und geht damit noch über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus.
  • Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger der Frau hatte einen Freispruch verlangt, weil die Beweislage widersprüchlich sei. Er will das Urteil anfechten.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jens Mueller (Jens Mueller)
    Nur 16,5 Jahre für kaltblütigen Mord ? Nach 10 Jahren oder so bei guter Führung ist sie draussen. Wenn sie raus kommt wird sie immer noch einigermassen jung sein. Das Schweizer Gesetz ist einfach lächerlich und ist keine Abschreckung.
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    1. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Zehn Jahre im Gefängnis zu sitzen ist doch schon unvorstellbar lang. Zehn Jahre im selben Gebäude, nachts in der kleinen Zelle, die ganze Zeit keine persönliche Freiheit, man schläft nach Tagesplan, isst was man vorgesetzt bekommt, kann nie da hingehen wo man will. Nur Familie und die engsten Freunde kommen vielleicht ab und zu eine Stunde zu Besuch. Ich glaube ich würde durchdrehen. Ob zehn oder dreissig Jahre macht da keinen Unterschied weil beides völlig unmöglich zu überstehen scheint.
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    2. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Ausserdem in diesem Fall und anderen Fällen wie diesem macht das Strafmass überhaupt keinen Unterschied. Denken Sie wirklich die Frau hat zuerst abgewägt und dann beschlossen dass es zehn Jahre hinter Gittern wert ist, bevor sie 55 mal auf ihren Vater, den Mörder ihres Mannes, eingestochen hat? Sowas macht man weil in dem Moment die Konsequenzen egal sind.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Logisch, 55x zugestochen, das ist weder Verteidigung noch Affekt... da muss man eine gewaltige Wut im Bauch haben...und zerstoeren wollen...
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