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Die ZKB gibt sich nicht so schnell zufrieden
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 29.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:24 Minuten.
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Urteil weitergezogen Zürcher Kantonalbank kämpft weiter für eine Seilbahn über den See

Von einem «vorweihnachtlichen Geschenk» sprachen die Gegner, nachdem das Zürcher Baurekursgericht ihre Einsprache gegen das geplante Seilbahnprojekt gutgeheissen hat. Vom Tisch ist die Seilbahn über das Zürcher Seebecken damit aber nicht. Nun muss sich das Verwaltungsgericht mit der Frage auseinandersetzen.

Die Zürcher Kantonalbank ZKB sehe gute Chancen, dass die höhere Instanz ein Urteil zugunsten der «ZüriBahn» fällen wird, heisst es in einer Mitteilung. «Wir sind der Meinung, dass man das Projekt auch anders beurteilen kann», führt ZKB-Direktor Martin Scholl im Interview mit dem «SRF Regionaljournal» aus.

Zwei strittige Punkte

Das Zürcher Baurekursgericht gab den Gegnern in zwei Punkten recht:

  • Die Seeufer stünden unter besonderem Schutz der Bundesgesetze. Ein Projekt wie die Seilbahn könne daher erst nach intensiver Interessenabwägung bewilligt werden. Das Gericht sieht keine triftigen Gründe für eine Seilbahn über den See.
  • Der Eintrag für das Seilbahnprojekt hätte nicht nur im regionalen, sondern zwingend auch im kantonalen Richtplan eingetragen werden müssen, so das Gericht.

Genau jener zweite Punkt habe man jedoch mehrfach mit den verschiedensten Behörden von Stadt und Kanton Zürich analysiert, sagt ZKB-Direktor Martin Scholl: «Alle Experten waren der Meinung, dass der Eintrag im regionalen Richtplan genüge.»

Gegner lassen sich nicht beeindrucken

Die Seilbahngegner sind wenig überrascht, dass die ZKB das Urteil weiterzieht. «Für die ZKB wäre das wohl ein Gesichtsverlust gewesen, wenn sie das Urteil nicht weitergezogen hätten», sagt Martin Maletinsky, Präsident der «IG Seebecken Seilbahnfrei». Rational gesehen ergebe es aber keinen Sinn. Denn Maletinsky sieht kaum eine Wahrscheinlichkeit, dass übergeordnete Instanzen das Projekt anders beurteilen als das Baurekursgericht.

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Archiv: Baurekursgericht pfeifft ZKB zurück
Aus Schweiz aktuell vom 16.12.2019.
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Die Zürcher Kantonalbank plant zu ihrem 150-jährigen Jubiläum eine Seilbahn über das Zürcher Seebecken. Diese soll fünf Jahre lang das Zürichhorn und die Badi Mythenquai miteinander verbinden. Die zwei Seilbahnstützen ragen in Ufernähe fast 90 Meter in die Höhe. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 80 Millionen Franken.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 08:32 Uhr; grud

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ein Geschenk? Ja, finanziert aus den Einnahmen von Negativzins und Verzicht auf Zinserträgen für tausende Kleinsparer. Dazu hat die Bank viele Argumente wegen "schwierigem Umfeld" und anderes Blabla. Aber dann locker 80 Mio buttern für eine Seilbahn.
    Irgendwie kann dies vermutlich Otto Normalverbraucher nicht zusammenbringen.
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  • Kommentar von Michel Ebinger  (Michel Ebinger)
    Das Projekt idt lächerlich und unnötig
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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Er war kein Geschenk, kein vorweihnächliches und sonst keines. Das Baurekusgericht konnte gar nicht anders entscheiden, Dass "die nahe Bank" ihren geplanten Gondelbahnzubringer zu ihrer Firmenausstellung mit angegliedertem "Erlebnispark" auf der Landiwiese, uns als "Geschenk" aufzwingen will, ist Realsatire, dass sie die Schnapsidee nicht mehr loslassen kann wird ihr Image weiter beschädigen, und dass der Stadtrat dieses Theater gegen die Bevölkerung duchboxen will, ist ein Skandal.
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