Verkehrsunfallstatistik 2013: So wenig Verletzte wie noch nie

Noch nie seit 50 Jahren hat der Strassenverkehr im Kanton Zürich so wenig Todesopfer und Verletzte gefordert wie 2013. Dies zeigt die Verkehrsunfallstatistik der Zürcher Kantonspolizei. In den Städten Zürich und Winterthur wurden jedoch entgegen dem positiven Trend mehr Personen schwer verletzt.

Ein älterer Mann mit Hut fährt Fahrrad in der Stadt Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vor allem Personen im Fuss- und Veloverkehr, aber auch Kinder und Senioren sind von schweren Verletzungen betroffen. Keystone

Neben 3255 verletzten Personen kamen 2013 auch 24 Personen im Strassenverkehr ums Leben, vier weniger als 2012. Besonders erfreulich sei, dass im Berichtsjahr wiederum kein Kind ums Leben gekommen sei, heisst es im Bericht zur Statistik. Total 13'279 Unfälle wurden verzeichnet. 10'444 gingen glimpflich mit Sachschaden ab.

Die mittelfristige Tendenz zu weniger Strassenverkehrsunfällen halte an, heisst es in der Mitteilung. Und dies, obwohl jedes Jahr 10'000 Motorfahrzeuge mehr im Verkehr seien und die Bevölkerung jährlich um 20'000 Personen anwachse.

Mehr Rücksicht auf Kinder, Velofahrer und Alte

In den Städten Zürich und Winterthur gab es jedoch eine Zunahme bei den Schwerverletzten. Vor allem Fussgänger, Velofahrende, Senioren und Kinder sind davon betroffen. Wernher Brucks, Chef der Verkehrssicherheit in der Stadt Zürich, erklärt sich dies damit, dass diese Personengruppen besonders verletzlich sind. «Von vier verunfallten Fussgängerinnen und Fussgängern erleidet eine Person schwere Verletzungen. Bei Lastwagenfahrerinnen und -fahrern ist es eine Person von 500.»

Dies zeige, dass andere Verkehrsteilnehmer auf diese Gruppe besonders Rücksicht nehmen müssen. Gleichzeitig fordert Brucks aber auch die Personen der betreffenden Gruppe dazu auf, besonders vorsichtig und vorausschauend zu sein. Dies werde umso zentraler, weil in den kommenden Jahren etwa der Veloverkehr noch weiter zunehmen werde. Ausserdem würden auch die Verkehrsteilnehmer im Schnitt immer älter.

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