Vermisster von Eglisau: Polizei geht von einem Verbrechen aus

Seit knapp einem Monat wird ein 67-Jähriger aus Eglisau vermisst. Zeugen beobachteten einen Streit, bei dem der Mann «erhebliche Verletzungen» erlitt, schreibt die Polizei. Nun geht auch sie von einem Verbrechen aus - und veröffentlicht ein Video des mutmasslichen Täters.

Ein ausgebrannter Wagen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Feuerwehr Lottstetten fand den Wagen des Opfers neben einem Wald. Feuerwehr Lottstetten

Musste ein Mann sterben wegen eines Blechschadens? Diesen Eindruck könnte man erhalten, wenn man die Informationen zum Fall des 67-Jährigen aus Eglisau zusammenfügt.

Am Anfang stand eine Vermisstmeldung der Kantonspolizei Zürich.Ein 67-Jähriger habe nachmittags seinen Arbeitsort verlassen und sei nicht nach Hause zurückgekehrt. Dank Hinweisen aus der Bevölkerung fand die Polizei heraus, dass der Mann in eine Auseinandersetzung geraten war. Sie schreibt von «erheblichen Verletzungen» und davon, dass die beiden Kontrahenten den Tatort, einen öffentlichen Parkplatz, gemeinsam verlassen hätten. Kurz darauf fand die Polizei den Wagen des Opfers ausgebrannt in einem Waldstück ennet der deutschen Grenze.

In ihrer neusten Medienmitteilung spricht die Kantonspolizei Zürich nun von einem Gewaltverbrechen. Ein Video zeigt den Streit. Und einen Teil dieses Videos hat die Polizei nun veröffentlicht. Sie hofft, damit den mutmasslichen Täter zu fassen, den sie «trotz grossangelegten Suchaktionen» noch nicht gefunden hat.