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Zürich Schaffhausen Viele Verhaftete und Verletzte nach Tanzdemo in Winterthur

In Winterthur kam es bei einer unbewilligten Demonstration zu massiven Ausschreitungen. Rund 400 Personen hatten sich am Samstagabend beim Bahnhofplatz Winterthur versammelt, um tanzend durch die Stadt zu ziehen. Die Veranstaltung artete aus. Es gab elf Verletzte, die Polizei verhaftete 93 Personen.

Legende: Audio Illegale Tanzdemo Winterthur (22.09.2013) abspielen. Laufzeit 01:29 Minuten.
01:29 min

Nebst elf Verletzten und 93 Verhafteten kam es zu mehreren tausend Franken Sachschaden. So lautet die Bilanz der Stadtpolizei Winterthur und der Kantonspolizei Zürich nach der Tanzdemonstration vom Samstagabend beim Winterthurer Bahnhof.

Lediglich ein Drittel der 93 Verhafteten stammt aus der Stadt Winterthur. Den Rest bezeichnet der Winterthurer Polizeikommandant Fritz Lehmann als «Krawalltouristen». Am Sonntagmittag waren noch drei Verhaftete in Haft. Sie wurden der Staatsanwaltschaft übergeben.

«Keine friedliche Absicht»

Laut der Polizeivorsteherin von Winterthur, Barbara Günthard-Maier, ist die Polizei zurückhaltend und mit Augenmass vorgegangen. Sie habe professionell gehandelt. Es sei den Demonstranten nicht um friedliches Tanzen gegangen, sagte die Stadträtin weiter. Die Gewaltbereitschaft sei gross gewesen. «Dieses Verhalten wird in Winterthur nicht akzeptiert.» Die Stadt pflege eine Kultur des Miteinanders und nicht des Gegeneinanders.

Barbara Günthard-Maier ist auch enttäuscht, dass die Demo-Organisatoren mit ihrer Forderung nach mehr Freiräumen im Vorfeld nie das Gespräch mit der Stadt gesucht hatten.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Mirko Dimitri, Winterthur
    LÜGEN! "Es wurde einmal Pfefferspray eingesetzt" Ich ging im "Kessel, welchen man abarbeiten konnte" mit linker erhobener Hand ruhig auf eine Polizeireihe zu. An der rechten einen vor Schmerz schreienden jungen Mann mit einer üblen Augenverletzung durch Geschosse.Polizisten schreien mich an und halten mir das Gewehr ins Gesicht., Nachdem ich den Verletzten endlich abgeben darf werde ich zu Boden geworfen und mit Pfeffer in die Augen aus 50cm Entfernung traktiert.
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  • Kommentar von Christina B., Winterthur
    Hier wirklich mitdiskutieren und Schilderungen über das Geschehene ausführen, dürfen ja wohl nur solche, die mit eigenen Augen gesehen haben, was passierte. Es wird mir schlecht, wenn ich alle diese Polizei- und Medienmitteilungen lese. Coucou und dieser Artikel habens wahren journalismus bewiesen. Wer nicht dabei war, soll keine Behauptungen in die Welt setzten. Die Menge war friedlich, die Polizei hat auf EINGEKESSELTE!!! gezielt, Hilfe verweigert, sinnlos geprüglet und masslos übertrieben!
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  • Kommentar von Manuel Lehmann, Winterthur
    Massiven Pyro-Einsatz seitens der Demonstranten - nachdem die Leute eingekesselt wurden. Von Deeskalations-Strategien seitens der Polizei keine Spur. "Den Kessel abarbeiten" - die Äusserung sagt wohl alles..
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