Voller Einsatz für die friedliebenden Hornissen

Der Schaffhauser Andi Roost git als einer der erfahrensten Hornissen- und Wespen-Spezialisten in der Schweiz. Ehrenamtlich berät er Leute, die wegen eines Nests im Garten oder im Haus Probleme haben. Die Tiere tötet er nicht, sondern siedelt sie um. In vielen Fällen sei das aber gar nicht nötig.

Andi Roost bei einer Umsiedlungsaktion. Die Hornissen saugt er in eine Transportbox. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Andi Roost bei einer Umsiedlungsaktion. Die Hornissen saugt er in eine Transportbox. SRF

Seit rund 30 Jahren befasst sich der gelernte Schreiner Andi Roost in seiner Freizeit mit Hornissen und Wespen. Jetzt im Sommer ist er fast wöchentlich mit der Umsiedlung eines Nests beschäftigt. Gerade vor Hornissen haben viele Menschen Angst. Diese sei aber unbegründet, meint der Experte.

Hornissen seien sehr friedliebende Geschöpfe und – im Gegensatz zu Wespen – überhaupt nicht an Esswaren und Getränken von Menschen interessiert. Erfahrungsgemäss seien sie sogar scheuer als Honigbienen und auch ihr Stich sei – entgegen der landläufigen Meinung – harmloser. Dies gelte selbstverständlich nur für Leute, die nicht allergisch seien.

Keine Angst vor Stichen

Roost weiss vovon er spricht, wurde er doch selbst schon gestochen; sogar dreimal gleich hintereinander. «Mein Fehler. Ich hatte mich zu ruppig an einem Nest zu schaffen gemacht. Das wurde nicht toleriert.»

Das Umsiedeln von Nestern empfiehlt der 42-jährige Experte ohnehin nur dann, wenn es gar nicht anders geht. Hornissen seien nützlich: «Unter anderem auch, weil sie haufenweise lästige Schädlinge verschlingen, Fliegen, Bremsen und auch Wespen», erklärt Roost.

Wenn er Hornissen umsiedelt, dann saugt er die Tiere sanft in eine Transportbox ein und setzt sie dann zusammen mit dem Nest und der Königin des Volkes in einer Waldlichtung wieder aus.

(Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)