Glarner Fridolinsfeuer Vom Grossmünster auf den Scheiterhaufen

Wenn um 18 Uhr der «Böögg» angezündet wird, geschieht dies mit einem ganz speziellen Feuer: mit dem Fridolinsfeuer, dem ersten Geschenk des Gastkantons Glarus. Seit Anfang März ist das Fridolinsfeuer bereits im Zürcher Grossmünster. Heute Morgen wurde es feierlich abgeholt.

Jeweils am 6. März feiern die Glarnerinnen und Glarner ihren Schutzpatron Fridolin. An diesem Tag brachten zwei Glarner Pfarrer das Fridolinsfeuer mit dem Auto von Glarus nach Zürich. Seither brannte die grosse rote Kerze in einer Laterne in der Kirche Grossmünster.

Der Brauch des Fridolinsfeuers habe viele Ähnlichkeiten mit dem Sechseläuten, sagt Stefan Elmer von der Glarner Wirtschaftsförderung: «Wir vertreiben am 6. März jeweils mit diesem riesigen Feuer den Winter.»

Am Morgen des Sechseläutens holten zwei Zünfter der Zunft Wiedikon das Fridolinsfeuer im Grossmünster ab. Die Zunft Wiedikon hat die Ehre, die Kerze beim Zug der Zünfte mitzutragen, weil der höchste Glarner, der Landammann, ihr Ehrengast ist.

Mit dem Fridolinsfeuer wird um 18 Uhr der Scheiterhaufen am Sechseläutenplatz angezündet. Abgemacht ist, dass der Glarner Landammann, Rolf Widmer, diese Aufgabe übernehmen darf. Dann wird man sehen, wie schnell die Glarner Glut den «Böögg» zum Explodieren bringt.