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Baby vom Wickeltisch gefallen, ein Kind im Wald verloren: Ehemalige Angestellte kritisieren die Arbeitsbedingungen bei der Kita-Kette Globegarden.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 19.12.2019.
abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
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Vorwürfe gegen Kita-Kette Stadt Zürich nimmt «Globegarden»-Kitas unter die Lupe

In einem Artikel im Onlinemagazin «Republik» erheben ehemalige Mitarbeiterinnen von Globegarden schwere Vorwürfe gegen die Leitung der Kinderkrippen-Kette. Sie klagten über schlechte Arbeitsbedingungen und chronischen Personalmangel, wodurch es immer wieder gefährliche Situationen gebe. So sei etwa ein Baby von einem Wickeltisch gefallen, ein anderes Kind sei im Wald verloren gegangen. Ausserdem werde beim Essen gespart, um die Kosten tief zu halten.

Stadt Zürich will Antworten von Globegarden

Einen Tag nach der Veröffentlichung reagiert die Stadt Zürich. «Wir werden die Krippenleitung mit den Vorwürfen konfrontieren und eine Stellungnahme einfordern», bestätigte eine Sprecherin der Stadt gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» eine Meldung des «Tages-Anzeigers». Allerdings sei Globegarden bis jetzt nicht negativ aufgefallen, heisst es bei der Stadt Zürich weiter. Es gebe nicht mehr negative Meldungen als bei anderen Kindertagesstätten.

Die Branche reagiert verhalten

Ähnlich differenziert sieht es der Dachverband Kibesuisse. Wenn etwas an den Vorwürfen aus dem Republik-Artikel dran sei, sei das skandalös, sagt Estelle Thomet von Kibesuisse Zürich. Die Branche insgesamt sei unter Druck, weil die finanziellen Mittel knapp seien. Kritisch steht Kibesuisse zum rasanten Expansionskurs von Globegarden.

Das Unternehmen selber hat sich zu den Vorwürfen bis jetzt nicht geäussert.

Die Kita-Kette Globegarden

Globegarden wurde 2008 gegründet und ist der grösste Anbieter von Kindertagesstätten in der Schweiz. Gegenwärtig betreut das Unternehmen schweizweit rund 2'500 Kinder. Alleine in der Stadt Zürich gibt es 27 Filialen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Jo Mooth  (Mooth)
    Nun haben wir also das erste betrübliche Beispiel, wie es nicht laufen sollte. Alles haben wollen, Kind und Karrieren? Hab ich noch nie verstanden. V.a. Väter sollen endlich mal zu Hause die Kinder betreuen, damit die Mamis Karriere machen können.
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    1. Antwort von Peter Holzer  (Peter Holzer)
      Ich empfinde ihren Kommentar als ziemlich weltfremd.

      Es gibt sehr viele Familien, die es sich finanziell nicht leisten können, dass ein Elternteil Zuhause bleibt. Beide müssen arbeiten um die monatlichen Fixkosten stemmen zu können.

      Man könnte jetzt natürlich wieder argumentieren, dass man dan keine Kinder haben sollte. Also ein Privileg für die Reichen?

      Willkommen im 2019/2020
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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Vorab: In jeder Institution, ob staatlich oder privat, passieren Missgeschicke, aus allen mögl. Gründen. Darüber hier kein Wort. Hingegen erinnert mich die vorliegende Meldung an mein Gefühl, als ich den Hochglanzprospekt dieser Firma in Händen hielt: Es riecht nach Geschäftsmodell, Angebot an Expats, wie Gym oder Tierheim. Was mich aber generell mehr betrübt: Wie bemittleidenswerte Kleinkinder nach Art von GefängniswärterInnen oder Hirtenhunden duch die Stadt getrieben werden. Schauen Sie mal!
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  • Kommentar von Freddy Albert  (Nocino)
    Hinter der Fassade bröckelt der Lehm. Kein Wunder, dass aus diesem Laden kein negativer Laut dringt, wenn schon mit dem Arbeitsvertrag der Maulkorb angelegt wird. Die Erfahrungen meiner Tochter decken sich 1:1 mit den geschilderten Mängeln. Sie war in 3 verschiedenen Kitas dieser Hochglanzbude, als Praktikantin, Lehrmaidli und zuletzt als Festangestellte, Dann hat sie glücklicherweise eine "wirkliche" Kita gefunden.
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