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Wahlen Winterthur Marc Wäckerlin: Dem Pirat graut es vor Vorschriften und Verboten

Der 42-jährige Software-Entwickler schaffte vor vier Jahren als erster und einziger Kandidat der Piratenpartei den Sprung ins Winterthurer Parlament. Als Stadtrat würde sich der umtriebige Blogger und Barfussgeher für eine offene und transparente Regierung einsetzen.

Marc Wäckerlin ist 1971 geboren und in Weisslingen aufgewachsen. In Winterthur besuchte er die Kantonsschule und studierte später an der ETH Zürich Elektrotechnik. Seit fünf Jahren arbeitet Marc Wäckerlin als Software-Entwickler bei SwissSign. Wäckerlin ist Mitbegründer der Piratenpartei Schweiz und deren Vizepräsident. Er präsidiert ausserdem die Zürcher Kantonalpartei der Piraten. 2010 wurde er als erster Pirat in ein Schweizer Gemeindeparlament gewählt.

«Mehr Freiheit, weniger Verbote»: Dieser Slogan, oft auf T-Shirts von Marc Wäckerlin zu lesen, bringt sein politisches Engagement auf den Punkt. So setzte er sich im Gemeinderat zum Beispiel dafür ein, dass die Stadt ihr Reglement für die Videoüberwachung im öffentlichen Raum verschärft. Datenschutz steht ohnehin ganz zuoberst auf der politischen Agenda des Piraten. Obwohl auf Facebook, Twitter und als Blogger omnipräsent, sind von ihm kaum persönliche Angaben zu finden. Ein Lebenslauf findet sich nirgends. Persönliche Fragen mag Marc Wäckerlin nicht beantworten (siehe Fragebogen des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» unten). Auf Anfrage gibt Wäckerlin an, er wolle «Politisches und Privates nicht allzu sehr vermischen».

Politisch lässt sich Wäckerlin nicht schubladisieren. Für die Legalisierung von Cannabis spannte er mit der Ratslinken zusammen, in Verkehrsfragen schlägt sein Herz eher rechts. So befürwortet er zum Beispiel einen Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren. Zurzeit setzt er sich mit grossen Engagement für den Erhalt des Holzmannes «Holidi» in der Winterthurer Altstadt ein. Als Stadtrat möchte Marc Wäckerlin versuchen, undogmatisch die besten und vernünftigsten Lösungen für die Stadt zu finden. Dazu brauche es einen offenen Dialog, schreibt er auf der Website der Piratenpartei, «ohne Hürden, Gärtchen, Grenzen und Gräben».

Marc Wäckerlin wohnt in Winterthur Hegi, ist mit einer Chinesin verheiratet und hat einen 13-jährigen Sohn.

Fragen an Marc Wäckerlin

Wenn ich in Winterthur EINE Sache verhindern
könnte, wäre das…








Die Gewalt an der Tanzdemo vom 21.09.2013





Hier darf auf keinen Fall (weiter) gespart
werden:













Bildung.



Wie wird der Titel Ihrer Autobiografie
lauten?



«Der fröhliche Querdenker»

Meine merkwürdigste /
seltsamste Angewohnheit












Was fehlt Ihnen an/in Winterthur am
meisten?









Ein See.

Die Kandidatinnen und Kandidaten für den Winterthurer Stadtrat haben von der Regionalredaktion Zürich Schaffhausen einen Fragebogen zum Ausfüllen erhalten. Weiter haben wir sie nach Bildern aus ihrem Leben und Umfeld gefragt. Diese sind in der Bildergalerie publiziert, ebenso ihr politisches Profil mittels Smartspider.

2 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip, ZH
    Law and Order gleich null im Diagramm. Das ist dann ja offenbar kein Pirat, das ist ein Anarchist.
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    1. Antwort von Ernst Lagler, Winterthur
      Solche Schlüsse lassen sich nicht ziehen. Das heisst nur, dass bei diesen gegebenen Fragen von Smartvote die Antworten durch die Autoren so interpretiert wurden, dass Law and Order gering ausflällt. Nicht mehr, und nicht weniger. Ein anderes Beispiel: Wenn man bei Biorender "nein" gestimmt hat, gibt das Abzüge beim Umweltschutz, obwohl bei genauerer Betrachtung Biorender nichts zum Umweltschutz beiträgt.
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