Warme Füsse dank Zürichsee und Limmat

Man redet viel von Windparks, Solaranlagen und Geothermie. Aber auch Seen, Flüsse und Grundwasser liefern erneuerbare Heizenergie. Im Kanton Zürich stehen bereits über 300 Anlagen mit Wasserwärmepumpen. Und es gibt noch Potential.

Eine Frau im Bikini springt rückwärts in den sommerlichen Zürichsee Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Abkühlen im Sommer, Heizen im Winter: Der Zürichsee dient auch als Wärmelieferant für Häuser. Keystone

Der Nationalrat steckt mitten in der grossen Energiedebatte. Ein Thema unter vielen: die Wärmegewinnung aus Steh- und Fliessgewässern. Mit Wärmepumpen lässt sich aus Seen, aus Flüssen und aus dem Grundwasser Heizwärme gewinnen. Das ist nicht neu: Die erste Anlage dieser Art entstand schon 1938 im Rathaus der Stadt Zürich. Heute produzieren unter anderem Gebäude wie Opernhaus, Prime Tower und Hardau ihre Heizwärme mit Wasserwärmepumpen.

Der Nutzung sind allerdings Grenzen gesetzt. Erstens funktioniert sie nur dort, wo es Wasser gibt. Und zweitens macht der Gewässerschutz strenge ökologische Auflagen. So darf sich das Wasser um nicht mehr als drei Grad abkühlen. Dennoch: Allein mit Zürichseewasser liessen sich fünf Prozent des gesamten kantonalen Wärmebedarfs abdecken. Das Tiefbauamt des Kantons Zürich will langfristig rund zehn Prozent der Heizwärme mit Wasserwärmepumpen aus Seen, Flüssen, Grund- und Abwasser gewinnen.