Stolperstein Probezeit Was die Sek für den Erfolg im Gymi tun kann

Wenn ein 16-jähriger Jugendlicher die Probezeit nicht besteht, hat dies gravierende Konsequenzen. Denn er steht ohne Lehrstelle da. Im Kanton Zürich soll eine bessere Abstimmung zwischen Sekundarschule und Gymnasium Abhilfe schaffen.

Ein Mädchen löste Rechnungen mit einem Taschenrechner. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Gymnasium setzt zum Teil Schulstoff voraus, der in der Sekundarschule nicht gelehrt wird. Keystone

Jeder fünfte Gymnasiast, jede fünfte Gymnasiastin schafft die Probezeit nicht. Dies zeigt eine Studie, welche die kantonale Bildungsdirektion in Auftrag gegeben hat.

Zu viele, findet Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP). Denn Jugendliche, die nach der 3. Sek an die Kantonsschule gewechselt haben, stehen dann vor dem Nichts.

«  Die Jugendlichen fallen durch die Maschen. »

Silvia Steiner
Bildungsdirektorin

Silvia Steiners Rezept: Schülerinnen und Schüler in der Sekundarschule besser vorbereiten und im Gymnasium nicht überfordern. Dafür braucht es eine bessere Abstimmung zwischen dem Unterricht in den beiden Stufen.

Ein Beispiel aus dem Französischunterricht: «In der Sek sollte mehr Grammatik unterrichtet werden. Im Gymnasium sollten wir weniger voraussetzen», erklärt Martin Zimmermann, Rektor der Kantonsschule Wetzikon, an einem Beispiel. Und Kaspar Vogel, Vizepräsident des Verbandes der Sekundarlehrkräfte, ergänzt: «Wir müssen mit den Schülerinnen und Schülern wichtigen Stoff repetieren.» Eine Art Endspurt im letzten halben Jahr vor dem Gymnasium.

Mit diesen Massnahmen, so sind beide überzeugt, sollte es gelingen, dass mehr Jugendliche die Probezeit bestehen.