Wasserkraftwerk Rheinfall: Auch in Zürich bestehen Stolpersteine

Im Kanton Schaffhausen laufen Pläne, das bestehende Wasserwirtschaftsgesetz abzuändern. Damit könnte der Weg frei gemacht werden, um ein Wasserkraftwerk beim Rheinfall zu bauen. Dabei hätte aber auch der Kanton Zürich ein Wörtchen mitzureden.

Der Rheinfall bei Schaffhausen mit einem Touristen davor. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Rheinfall bei Schaffhausen: Ein Tourismusmagnet und vielleicht auch ein Wasserkraftwerk. Keystone

Anders als im Kanton Schaffhausen gibt es im Kanton Zürich keine Hürden im Wasserwirtschaftsgesetz, welche den Bau eines neuen Kraftwerks am Rheinfall verhindern. Die Zürcher Regierung könnte eine Konzession für ein solches Projekt erteilen, ohne mit dem Parlament Rücksprache zu nehmen, erklärt Ruedi Lais, der Präsident der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt KEVU im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Stolperstein «Öffentliches Interesse»

Ganz frei sei die Regierung bei der Konzessionsvergabe aber trotzdem nicht: «Sie muss dabei die öffentlichen Interessen wie zum Beispiel den Landschaftsschutz berücksichtigen» führt Ruedi Lais weiter aus. Und hier könnte eine Hürde liegen. Denn der Rheinfall zieht aufgrund seiner Wassermassen zahlreiche Touristen und Touristinnen aus aller Welt an.

Ein Wasserkraftwerk könnte nun die Wassermasse verringern – und den Rheinfall in seiner Erscheinung beeinträchtigen. Schweiz Tourismus und Umweltschutzorganisationen haben an den Gedankenspielen deswegen bereits Kritik geäussert.