Weltbilder, die das eigene Weltbild verändern sollen

In der neuen Ausstellung «Welt - Bilder 5» stellt das Zürcher Helmhaus Menschen aus aller Welt in den Vordergrund. Wie arrangieren sie sich mit ihrer Welt, wie mit Veränderungen von Aussen? Die Ausstellung blickt hinter die Fassade und zeigt die Geschichten der Menschen.

Junger Mann auf dem Fahrrad Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch so sieht die Welt in Bildern aus: Junge Kalifornier auf BMX und Crystal Meth. zvg / Tobias Zielony

Ein Mädchen liegt in seinem Teenagerzimmer auf dem Bett, schwarze Frauen blicken ganz direkt in die Kamera, zwischen heruntergekommenen Häusern türmt sich Abfall.

Die Fotografien der neuen Ausstellung «Welt - Bilder 5» scheinen unspektakulär. Wer aber genauer hinschaut, sieht ganze Geschichten hinter den Bildern. Zum Beispiel beim deutschen Fotografen Tobias Zielony. Auf den ersten Blick erkennt man Bild bloss einen Jugendlichen auf seinem BMX-Rad. Nach und nach wird aber klar: da stimmt etwas nicht.

«Zu 100 Prozent auf Crystal Meth»

Die Jugendlichen im kalifornischen Städtchen Trona dröhnen sich mit der selbst hergestellten synthetischen Droge Crystal Meth zu, weil sie nicht wissen, was sie sonst tun sollen.

Die Absicht der Ausstellung ist es, hinter die schönen Fassaden zu blicken, die Welt auch von ihren weniger schönen Seiten zu zeigen. Im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» sagt Kurator Simon Maurer daher: «Wir finden, dass die Welt in der Kunst zwar schon vorkommt, aber vielleicht etwas zu wenig!»