Weniger Besuch aus dem Aargau, weniger Geld

Die grossen Zürcher Kulturhäuser haben offenbar an Anziehungskraft eingebüsst. Vor allem aus dem Aargau und den Innerschweizer Kantonen kommen weniger Besucher ins Opernhaus, die Tonhalle oder ins Schauspielhaus. Daher erhält der Kanton Zürich nun weniger Geld aus dem Kulturlastenausgleich.

Die Fassade des Opernhaus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Opernhaus lockt weniger Leute aus anderen Kantonen an als auch schon. Keystone

Um zehn Prozent geht der Betrag zurück, den der Kanton Zürich erhält. Neu fliessen 7,8 Millionen Franken aus dem Kulturlastenausgleich in den Kanton Zürich, das sind 790'000 Franken weniger als bisher.

Diese Einbusse sei spürbar, bilanziert Madeleine Herzog von der Fachstelle Kultur beim Kanton Zürich, aber kein Weltuntergang: «Es ist schmerzhaft, ganz klar. Aber bei einem Gesamtbudget von rund 90 Millionen Franken können wir das verkraften.»

Grundsatzdebatte steht noch aus

Dass der Kanton Zürich einen kleineren Zustupf erhält, hängt zusammen mit dem Automatismus in der Vereinbarung zwischen den Kantonen. Alle drei Jahre wird genau gezählt, wie viele Besucher aus welchen Kantonen die grossen Kulturhäuser in Zürich besuchen – das Opernhaus, die Tonhalle oder das Schauspielhaus. Und da sich diese Zahl in den vergangenen drei Jahren verkleinert hat, kriegt Zürich weniger aus dem Auslgeichsfonds.

Eine grundsätzliche Entscheidung, wie es mit diesem Kulturlastenausgleich weitergehen soll, wollen die involvierten Kantone in den nächsten Jahren fällen. Aktuell debattiert der Aargau und auch der Kanton Schwyz über die finanzielle Unterstützung der Zürcher Kulturhäuser.