Weniger Kultur im Zürcher Sommer

Die Festspiele finden nur noch alle zwei Jahre statt, 2017 gibt es keine Zürcher Festspiele. Im Zwischenjahr soll jeweils der Zürcher Festspielpreis vergeben werden.

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Bildlegende: Nur noch alle zwei Jahre: Die Zürcher Festspiele. Keystone

«Wir wollen künftig inhaltlich etwas tiefer bohren», begründet der zukünftige Geschäftsleiter der Festspiele, Alexander Keil, den neuen Zweijahres-Rythmus. «Wir wollen uns mit mehr Schnauf, mit mehr Zeit vorbereiten». Damit der Festspielgedanke auch in den Jahren ohne Festspiele lebendig bleibt, wird in den Zwischenjahren der Zürcher Festspielpreis vergeben.

Hinter den Zürcher Festspielen stehen seit 1996 das Opernhaus, die Tonhalle, das Kunsthaus und das Schauspielhaus. Sie organisieren jeweils im Juni zusammen mit 25 weiteren Zürcher Kultureinrichtungen ein Kulturprogramm mit nationaler und internationaler Ausstrahlung.

Die Stadt Zürich unterstützt die Festspiele jährlich mit 300'000 Franken. Eine Erhöhung des Beitrages auf 500'000 Franken lehnte das Stadtparlament 2013 ab. Der Kanton Zürich beteiligt sich am Festival mit 1,1 Millionen Franken.

Ursula Gut neue Stiftungsratspräsidentin

Neben den organisatorischen Anpassungen stehen bei den Festspielen Zürich auch personelle Veränderungen an. An der Spitze des Stiftungsrates stehen wird ab 1. September die ehemalige Zürcher Regierungsrätin Ursula Gut. Sie löst Peter F. Weibel ab, der am Ende der diesjährigen Ausgabe des Festivals altershalber zurücktritt.

Neuer Geschäftsführer wird Alexander Keil, der unter anderem für das Staatsschauspiel Dresden, die Bayreuther Festspiele sowie zuletzt für das Schauspielhaus Zürich gearbeitet hat.