Wenn die Pfahlbauer (wieder) nach Thayngen kommen

Rund 7500 Jahre, nachdem die Pfahlbauer in Thayngen verschwunden sind, kommen sie wieder zurück. Oder zumindest ein Haus aus ihrer Zeit. Die Gemeinde Thayngen übernimmt ein mit Werkzeug der Pfahlbauzeit nachgebautes Pfahlbauerhaus aus einer Ausstellung im historischen Museum Bern.

Im Originalmassstab nachgebautes Haus aus der Jungsteinzeit Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Haus wurde von Museumsmitarbeitenden mit Unterstützung von Schülern und Familien im Park des Berner Museums gebaut Bernisches Historisches Museum, Bern. Foto Christine Moor

Um ca. 3900 bis 3500 v. Chr. wohnten im Gebiet Weier, südlich von Thayngen, Pfahlbauer. Die Fundstelle gehört heute zum Unesco-Welterbe, Fundstücke sind im Museum zu Allerheiligen ausgestellt. Nun wird Thayngen um eine weitere Pfahlbauer-Attraktion reicher: Ein Pfahlbauhaus im Originalmassstab, gebaut von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Historischen Museums in Bern und zahlreichen Schulklassen und Familien.

Bauen mit Steinzeitmethoden

Gearbeitet wurde mit Repliken von Werkzeugen der damaligen Zeit, also etwa mit Beilen aus Stein oder Messer und Bohrer aus Feuerstein. Das Haus steht auf Pfählen aus Eichenholz. Seile und Schnüre aus Lindenbast halten die Bauelemente anstelle von Nägeln zusammen.

Das Haus, heisst es bei der Gemeinde Thayngen, werde Teil eines Erlebnisangebotes mit verschiedenen Stationen in der Region sein.