Wenn im Krematorium Theater gespielt wird

Über Sterben, Tod und Bestattung denkt kaum jemand gerne nach. Aber irgendwann müssen sich alle mit diesen Themen beschäftigen. Das Friedhof Forum der Stadt Zürich versucht seit einem Jahr einen spielerischen Ansatz – mit Erfolg.

Der Tod trifft einen Handwerker - Bild aus einer Handschrift aus dem 15. Jahrhundert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Begegnungen mit dem Tod - wie hier aus einer mittelalterlichen Handschrift: Auf dem Friedhof Sihlfeld sind sie möglich. zvg

Eine Grusellesung auf einem Friedhof? Ein Blick in ein offenes Grab oder in einen Bestattungswagen? Oder sogar ein Theaterstück in einem Krematorium? Im Friedhof Forum ist alles möglich. Und das Publikum kommt.

Braucht der Tod Veranstaltungen?

«Wir haben gesehen, dass es ein Bedürfnis ist, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen» sagt Christine Süssmann. Sie ist beim Friedhof Forum zuständig für das kulturelle Programm.

Der Tod beschäftigt alle einmal. Das Forum will darum einerseits Fachwissen zugänglich machen. Es will aber auch Gespräche ermöglichen und Denkanstösse offerieren. Dazu eignen sich vor allem Musik und Theater, meint Christine Süssmann.

«Das hilft eigene Meinungen zu bilden und zu überlegen, wie will ich sterben, wie kann ich trauern». Das Friedhof Forum der Stadt Zürich ist das einzige in der Schweiz und es wird nach dem ersten, erfolgreichen Jahr weitergeführt.