Neue Arbeitszeitmodelle Wenn jeder Arbeitstag ein bisschen anders beginnt und endet

Nervös auf das Steuerrad klopfen, weil es im Gubrist nicht weitergeht. Auf einer Treppe sitzen, weil der Zug überfüllt ist. Angestellte einer Zürcher Firma können dank flexiblen Arbeitszeiten solche Situationen vermeiden. Sie stehen dafür vor anderen Herausforderungen.

Ein Schlafabteil mitten im Büro, Nischen, in die sich Angestellte zurückziehen können, um konzentriert zu arbeiten, Computeranschlüsse in der Cafeteria: Alles bei der Witzig Office Company in Zürich Altstetten ist darauf angelegt, dass die Angestellten arbeiten können, wo und wann sie wollen. Die Firma lebt selber, was sie verkauft: Die Büroorganisation der Zukunft.

Abschied vom 9-bis-5-Modell

Etwa ein Viertel der Angestellten der Witzig Office Company bestimmt Arbeitsbeginn und -ende selber. Die neue Freiheit wird geschätzt: Man kann dann arbeiten, wenn man am produktivsten ist oder wenn es am besten in den Familienrhythmus passt. Die Freiheit birgt aber auch das Risiko, dass pflichtbewusste Angestellte zu viel arbeiten und sich selber ausbeuten. Hier seien dann die Vorgesetzten gefordert, erklärt Danny Schweingruber von der Witzig-Geschäftsleitung.

Die Firma Witzig macht mit bei der Initiative «Work Smart», wie 80 weitere Unternehmen in der Schweiz. Die Idee hinter der Initiative: Mit flexiblen Arbeitszeiten die Verkehrs-Infrastruktur entlasten, die in den Stosszeiten regelmässig an ihren Anschlag kommt.