Hilfe vor Ort Wie Zürich den Libanon unterstützt

Ein Brunnen, eine Schule und ein Gesundheitszentrum: Zürich unterstützt im Libanon drei Hilfsprojekte für Flüchtlinge.

Nicht nur selber mehr Flüchtlinge aufnehmen, sondern auch vor Ort helfen. Dies hat sich die Stadt Zürich vor zwei Jahren vorgenommen. 100'000 Franken hat die Stadt deshalb in den Libanon geschickt. Fast jede fünfte Person, die im Libanon lebt, ist wegen des Krieges aus Syrien geflüchtet.

Eines der Projekte, welches die Stadt Zürich im Libanon unterstützt, ist das Gesundheitszentrum in der südlibanesischen Gemeinde Qaagaait Al Jisr. Das Zentrum soll wieder instand gesetzt werden. Auf einer Tafel am Tor des Zentrums wird der Stadt Zürich für ihre Unterstützung gedankt.

Gemäss Mitteilung der Stadt Zürich war die Gesundheitsversorgung in der Gemeinde Qaaagaait Al Jisr bis anhin ungenügend. Nun beschäftigt das frisch renovierte Gesundheitszentrum fünf Ärzte und ist für 40'000 Menschen in acht Gemeinden im Südlibanon zuständig.

Aufgrund der Flüchtlinge aus Syrien ist die Zahl der Patientinnen und Patienten in der Gemeinde im letzten Jahr um über 30 Prozent angestiegen. Für sie gibt es im Gesundheitszentrum nun auch eine Zahnarztpraxis.

In Qsaibet En-Nabatieh muss das Trinkwasser für die einheimische Bevölkerung und die syrischen Flüchtlinge rationiert werden. Mit der Unterstützung aus Zürich konnte ein neuer Brunnenschacht gebohrt werden.

Sobald der neue Brunnen fertiggestellt ist, soll die gesamte Bevölkerung wieder sauberes Trinkwasser bekommen. Rund 10'000 Menschen sollen davon profitieren.