Winterthur: Bürgerliche Stadtregierung vor schwierigen Aufgaben

Die bürgerliche Wende war der grosse Wunsch des Stadtpräsidenten Michael Künzle. Das Regieren wird dadurch aber nicht einfacher. Denn Winterthur steht auch nach den Wahlen vor grossen finanziellen Herausforderungen.

Der neu zusammengesetzte Stadtrat von Winterthur posiert nach der Wahl im Halbkreis für Radio SRF. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die neue Crew, die Winterthur aus der aus der Finanzmisere hinausführen muss. SRF

Michael Künzle (CVP) drückte zwar nach geschlagener Schlacht sein Bedauern darüber aus, dass die langjährige SP-Stadträtin Pearl Pedergnana die Wiederwahl nicht geschafft hatte. Er nahm mit seinem Engagement für eine bürgerliche Wende im Stadtrat diese Abwahl aber bewusst in Kauf.

In Diskussionen Energie sparen?

Der Winterthurer Stadtpräsindent hofft, dass das Regieren mit einer bürgerlichen Mehrheit im Stadtrat einfacher wird. Diskussionen werde es zwar immer noch geben: «Aber ich denke, dass es im neuen Gremium mit weniger Energie verbunden ist», sagt er gegenüber dem Regionaljournal.

Vorsichtiger ist FDP-Stadtrat Stefan Fritschi: «Wir haben genug Probleme in Winterthur», meint er gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen». Er glaube, auch mit einer bürgerlichen Mehrheit werde es nicht einfach.

SP-Stadträtin Yvonne Beutler sieht den Ball nun bei ihren bürgerlichen Amtskolleginnen und Kollegen: «Sie müssen nun sagen, was ihre Ziele sind.» Und dann werde man gemeinsam weiter politisieren.