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Zwei Hände halten einen Koran
Legende: Gratis den Koran verteilen und damit den Islam verbreiten, das ist das Ziel der umstrittenen Aktion «Lies!». Symbolbild Keystone
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Zürich Schaffhausen Winterthur prüft Verbot von Gratis-Koran-Verteilaktionen

«Lies!» So heisst eine umstrittene Aktion, bei der der Koran gratis verteilt wird, um den Islam zu verbreiten. Der «Emir» von Winterthur, der wegen mutmasslicher Verbindung zu Dschihadisten verhaftet wurde, hat die Aktion in die Schweiz gebracht. Winterthur will die Verteilaktion deshalb verbieten.

Religiöse Schriften gratis auf der Strasse verteilen – das ist in der Schweiz nicht verboten. Solche Aktionen werden durch die Glaubens- und Gewissensfreiheit geschützt. Verboten ist allerdings «das Werben für oder das Anstiften zu krimminellen Handlungen», wie die Stadt Winterthur in einer Stellungnahme gegenüber dem «Regionaljournal» schreibt.

Andere Ausgangslage?

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Winterthur prüft ein «Lies!»-Verbot (24.6.2016)
02:56 min
abspielen. Laufzeit 02:56 Minuten.

Eine solche konnte den Initiaten von «Lies!» bis jetzt nicht nachgewiesen werden. Nun wurde aber bekannt, dass der Initianten der Aktion in der Schweiz verhaftet wurde. Aus dem Umfeld des «Emirs» von Winterthur sollen mehrere Personen in den Dschihad gezogen sein. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen ihn, wegen «Unterstützung einer kriminellen Vereinigung». Winterthur will deshalb prüfen, ob sich daraus eine Möglichkeit ergibt, die Aktion in Winterthur zu verbieten, bestätigt der Stadtrat eine Meldung des Winterthurer «Landboten».

Zürich wartet ab

In Zürich ist ein solches Verbot im Moment kein Thema. Die Aktionen seien bisher problemlos über die Bühne gegangen, hält Polizeisprecher Marco Cortesi fest: «Wir behandeln diese Glaubensrichtung gleich wie alle anderen.» Anders wäre die Sachlage, wenn den Lies-Aktivisten nachgewiesen werden kann, dass sie Leute für den Dschihad rekrutieren. Deshalb ist man auch in Zürich an den Abklärungen von Winterthur interessiert.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Mike Steiner  (M. Steiner)
    Als Eingeborerner stinkt mir die Lies-Bewegung schon lange. Aber nicht nur die und nicht nur „deswegen“, auch die Wachturmschleudern und die aufsässigen politischen Unterschriftenjäger, die Babyrobbenhelfer oder die Hispeed-Aufschwatzer… Ich glaube, in keiner andern Stadt wird man beim Durchqueren der Altstadt im Schnitt so oft belästigt wie in dieser. Rottet diese Gilde endlich aus!
  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    Es gibt genau zwei Möglichkeiten: Entweder gehört die Verteilung religiöser Schriften unter den Titel "Freiheit zur Meinungsäusserung" - oder man verbietet sie. Letzteres dürfte zunächst mal rechtlich heikel sein (eben wegen des sehr hoch gewerteten Rechts zur Meinungsäusserung) - und dann müsste natürlich gleiches Recht für alle Religionen gelten: Die Verteilung des "Wachtturms" durch die Zeugen Jehovas müsste dann auch verboten werden - ebenso im Grunde das Auflegen der Bibel in Hotelzimmern.
    1. Antwort von Daniel Griesser  (Daniel Griesser)
      Solange für eine Religion geworben wird und entsprechende schriften verteilt werden, ist nichts einzuwenden. Wenn aber der Verteiler von solchen Schriften (egal welcher Religion) dies missbraucht um andere zu illegalen Handlungen anzustiften, wird eine Grenze überschritten und ein Verbot sollte die Konsequenz sein. ... und es ist anzunehmen, dass dies in Winterthur geschah...
  • Kommentar von Rolf Bolliger  (robo)
    4. (!) Versuch, dazu eine persönliche Meinung zu äussern: Die meisten eingewanderten Islamisten erachten es als ihre höchste und göttlichste Aufgabe, möglichst viele (ungläubige!) Menschen in ihrem Gastland zu bekehren! Die Gratisverteilung von "Koran"-Bücher ist allerdings eine ganz gefährliche und höchst umstrittene Art, hier zu missionieren! Auch christliche Religionen sandten früher ihr Bodenpersonal nach Afrika oder Amerika, um die Leute "zu bekehren"! Auch das war ein grosser Fehler!
    1. Antwort von Max Blatter  (maxblatter)
      Früher? Was ist mit den Kreationisten, die das Vermitteln der Evolutionslehre in den Schulen verbieten wollen? Missionieren im eigenen Land ist auch nicht besser!
    2. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Ich werde jede Woche vor fanatischen Christen belästigt. Von Muslimen noch nie.