Mehr Geld für den Kunstverein Winterthurer Stadtrat will den Sparkurs lockern

Treppe zu einer Tür im Kunstmuseum Winterthur, eine Frau geht auf die Türe zu. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit den Winterthurer Museen soll es wieder aufwärts gehen. Keystone

Winterthur ist eine Stadt der Museen. Doch es fehlt an allen Ecken und Enden an Geld: Die Villa Flora musste ihre Türen schliessen und die Sammlung auf Tournee schicken, die Stiftung Oskar Reinhard ist vom Konkurs bedroht. Der harte Sparkurs der Stadt trug das seine zur Misere bei.

Was lange währt...

Nun soll endlich das Museumskonzept umgesetzt werden: Künftig soll der Kunstverein Winterthur allein für das Kunstmuseum, das Museum Oskar Reinhard und die Villa Flora zuständig sein. Der Kanton Zürich hat die Subventionen für den Kunstverein für die Umsetzung des Konzeptes schon um 700'000 Franken erhöht. Nun soll auch die Stadt Winterthur ihren Teil dazu beitragen und zusätzlich 350'000 Franken jährlich ausschütten.

Damit werde das bisherige, restriktive Sparregime leicht korrigiert, schreibt der Stadtrat von Winterthur. Die Stiftung Oskar Reinhardt soll so die Gewissheit erhalten, dass ihre Sammlung dank Integration in den Kunstverein für die Öffentlichkeit gesichert ist. Und auch der Sanierung der Villa Flora und damit der Rückkehr ihrer Kunstwerke stehe somit nichts mehr im Weg, heisst es in der Mitteilung weiter.

Stadtparlament muss Geld zuerst sprechen

Der Ball liegt nun beim Winterthurer Gemeinderat. Dieser muss die 350 000 Franken, die der Stadtrat mehr ausgeben will, zuerst noch bewilligen. Die SVP hat bereits angekündigt, dass sie die Vorlage sehr wahrscheinlich ablehnen werde. Und auch die GLP will nicht mehr Geld für die Winterthurer Kunstmuseen sprechen, heisst es in einer Mitteilung. Nicht desto trotz wird der Antrag des Stadtrates gute Chancen im Gemeinderat haben. FDP, CVP und die linken Parteien sprechen sich eher dafür aus.